Dortmund aktuell-Sonnenbunker - wer eingestiegen ist , der muss mitmachen ...

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Lohn für Pioniere...
Dortmund: Sonnenbunker | Pünktlich um 12.05 am 08.06.1964 öffnet sich die tonnenschwere Stahltür für 144 Männer und Frauen. 48 Mädchen zwischen 16-21 Jahren sowie 48 Frauen und eben soviel Männer sind angetreten um das überleben im Sonnenbunker zu erproben. Motto: Wer eingestiegen ist, muss mitmachen. Eingesperrt auf knappsten Raum beginnt auf nur einer Etage der erste Belegungsversuch eines Atombunkers. Einwegwäsche, Kissen, Decken der zugewiesene Schlafplatz wird vorbereitet. Pritschenartige Betten auf dem man nur wie aufgebahrt nächtigen kann bei nur sechs Stunden Schlaf im Schichtdienst. Drei Betten übereinander, rechts und links kaum Ein- und Ausstieg. Muffig riecht es und Heizung Fehlanzeige, bei eigentlich 1500 Menschen die im Ernstfall in diesem Atombunker untergebracht werden heißt es Kühlmaschine wenn Körper und Stimmung aufgeheizt sind. Die Kältemaschine war zu diesem Zeitpunkt noch nicht installiert, so sorgte Wasser gekühlte Luft für 23 Grad Celsius. Zwölf Stunden Freizeit auf Sitzgelegenheiten mit Kopfstütze schafft nicht nur dunkle Gedanken sondern mit Sicherheit physische und psychische Probleme trotz ärztlicher Kontrolle. Eindeutig dem nicht gewachsen war eine 17 jährige Kölnerin mit den kargen Lebensumständen des Bunkers völlig überfordert. Deprimiert und teilnahmslos wurde sie Gruppenisoliert allerdings ohne Erfolg. Absonderung, Tränen, Gefühlsausbrüche bringen diese Kandidatin schon früh nach Hause. Ansonsten sollen die Teste relativ im Rahmen geblieben sein obwohl viele Probanden von Nerven wie Drahtseilen sprachen die nötig seien. Wertvolle Erfahrungen sollen während der Gefangenschaft mit dem Versuchsobjekt Mensch gemacht worden sein. Soviel mir bekannt ist sind die meisten Unterlagen und Tagebücher eines jeden einzelnen unter Verschluss und werden der breiten Öffentlichkeit sicher nicht zugänglich gemacht. Einige Probleme allerdings sind sicher offenkundig-Angst vor Wasserknappheit-die furchtbare Enge-keine eigenen Freiräume und der Mief des anderen. Der für 3,5 Millionen hergerichtete Sonnenbunker war mit Sicherheit eins...nicht so sicher wie man glaubte. Gut das seine Bewohner am 14.06.1964 diese Unterkunft verlassen konnten und nicht dem Ernstfall ausgesetzt waren. Ausgestattet mit einer Sonnenbrille kamen sie wieder ans Tageslicht und klagten über kurzzeitige Augenprobleme.142 von 144 Personen durften zurück in die Freiheit ,zwei hatten bereits aufgegeben. Ihr Honorar von 375 DM in den Händen, für damalige Verhältnisse ein ansehnlicher Betrag. Von Journalisten gefragt was nun ihr größter Wunsch sei waren sich alle einig ein Bad ein Bett ein Bier und einen richtigen Kaffee und mit Sicherheit kein Aufenthalt mehr in einem Atombunker.
Siehe auch hier.
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11 Kommentare
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 28.04.2017 | 19:30  
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Willi Heuvens aus Kalkar | 28.04.2017 | 20:05  
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 28.04.2017 | 20:07  
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Gerd Szymny aus Bochum | 28.04.2017 | 22:53  
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 28.04.2017 | 22:56  
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 29.04.2017 | 13:03  
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 29.04.2017 | 13:10  
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 29.04.2017 | 13:14  
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 29.04.2017 | 13:22  
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 29.04.2017 | 13:27  
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 29.04.2017 | 13:28  
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