Dortmunder Bassist veröffentlicht mit seiner Band Aëdon erste Scheibe

Wann? 18.03.2017 19:30 Uhr

Wo? Tobias Jung, Dortmund DE
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Veröffentlicht die erste Scheibe: Die Progressive Rock-Band Aëdon mit ihrem Dortmunder Bassisten Tobias Jung (zweiter von links). (Foto: Aëdon)
 
Mit schönem Cover versehen: Die EP "Leaves Turning Red" von Aëdon. (Foto: Aëdon)
Dortmund: Tobias Jung | Website Aëdon

Zum Frühlingsanfang 2017 lässt die Progressive Rock-Band Aëdon mit ihrer EP „Leaves Turning Red“ passenderweise aufhorchen. Passend insofern, weil der von einer Sagengestalt übernommene Bandname übersetzt Nachtigall bedeutet. Diese Vogelart kündigt mit schönem Gesang den Frühling an, wie es auch dem melodiösen Sound der Band mit prägnanter Gesangsstimme entspricht. Der Bassist von Aëdon ist ein Dortmunder. Am Samstag, 18. März 2017, stellt die Band ihre EP bei einem Konzert vor.

Man höre und staune

Bemerkenswert an Aëdon (ausgesprochen A-edon) ist unter anderem, dass der Großteil der jungen Ruhrgebietsband erst seit wenigen Jahren richtig Musik macht, und dies gleich auf hohem Niveau. Bassist Tobias Jung (22) hat Rockmusik schon sprichwörtlich im Mutterbauch aufgesogen, ging seine mit ihm schwangere Mutter doch auf Festivals wie "Rock Over Germany". Bei seinem Patenonkel als Aushilfsbassisten der NDW-Kultband Extrabreit konnte er sich zuerst etwas abgucken, bis er sich selbst von den Bassisten der berühmten Bands Red Hot Chili Peppers und Tool zum Ausprobieren inspiriert fühlte. Mit 14 Jahren nahm er Unterricht bei einem Dortmunder Basslehrer. Nach ersten Erfahrungen mit Proberaumbands ist Tobias Jung nun der Tieftöner bei Aëdon. Die Band umschreibt ihren Stil als Progressive Rock mit modernen Elementen. Sie weckt insbesondere Assoziationen mit Musikkoryphäen wie Anathema, Muse oder Porcupine Tree. Bei Aëdon setzen Sologitarre und Keyboards melodische Akzente und bilden einen epischen Klangteppich. Rhythmusgitarre, Bass und Schlagzeug sorgen für ein unaufdringliches rhythmisches Wechselspiel. Der Gesang hat einen prägnanten melancholischen Unterton. Beim Anhören der Musik von Aëdon fühlt man sich an eine Beschreibung aus dem Buch „Naturgeschichte der Vögel Deutschlands" erinnert. Dort heißt es über die Nachtigall, ihr Gesang sei „so ausgezeichnet und eigentümlich, es herrscht in ihm eine solche Fülle von Tönen, es herrscht darin eine so angenehme Abwechslung und eine so hinreißende Harmonie.“

Melodramatischer Groove

Ein Synonym für Harmonie lautet Wohlklang, wie es wortwörtlich auf Aëdon zutrifft. Tobias Jung betont nicht nur, dass die Band menschlich miteinander harmoniert. Er hebt auch das gute Zusammenspiel mit dem Schlagzeuger hervor. Mit der idealen Rhythmusfraktion braucht Aëdon nicht wie viele andere Bands an durcheinander geratenden Takten zu verzweifeln. Die einzige Verzweiflung der Combo äußert sich in ihren Texten, passend zum Bandnamen. Laut dem griechischen Mythos ruft die gleichnamige Sagengestalt Aëdon nach einem selbst begangenen, tragischen Mord die Götter an, ihr die menschliche Gestalt zu nehmen, weshalb sie Zeus in eine Nachtigall verwandelt. Entsprechend dem melancholischen Unterton stehen schicksalshafte Themen im Mittelpunkt der fiktionalen Texte der Band – seien es zum Beispiel eine vergangene große Liebe, ein tragischer Tod oder Weltschmerz. Die Schicksalsgeschichten in den Songs der EP „Leaves Turning Red“ sind spannenderweise miteinander verwoben. Die Band hat noch weitere Songs geschrieben, doch zunächst veröffentlichen die fünf Musiker ihr Mini-Album mit fünf Songs, um überhaupt eine Vorahnung davon zu bekommen, wie ihre Musik ankommt...

Samstag, 18. März: Albumrelease mit Konzert

Die Scheibe kann über Amazon, Spotify und weitere gängige Digitalplattformen sowie über die E-Mail-Adresse aedon@web.de bestellt werden. Von der Aëdon-Musik kann man sich beim Releasekonzert am Samstag, 18. März, im Frohnhauser Kultur Keller (Apohaus) auf der Mülheimer Straße 68 überzeugen. Im Vorprogramm spielen die Ratinger Band Friday and the Fool mit soulig-funkiger Popmusik und die Ruhrgebietsband Ankerkette mit Deutsch-Rock. Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 19.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 4 Euro.
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