Eva Horstick-Schmitt ist eine der 61 Künstler/innen die ihre Werke in der Berswordthalle präsentieren

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Werk von Eva Horstick-Schmitt
Dortmund: Berswordthalle | Werk von Eva Horstick-Schmitt: Collage aus 2 Fotos, die im Kosovo entstanden sind bei Menschen, die in einem "Lager" lebten, fernab der Zivilisation von Strom und Wasser.
Titel: "2490"
Technik: Fotografie / Collage mit 2 Bildern 2002

Die facettenreichen Werke der Fotografin Eva Horstick-Schmitt sind eine Art Spurensuche zwischen den Welten.
Ihre Bilder suggerieren dem Betrachter eine Entfremdung des Menschen gegenüber der ihn umgebenden Kulisse.

So rücken immer wieder fast menschenleere Räume als Gegenstand in den Mittelpunkt ihrer Bilder.
Räume, die sowohl in Gestalt von lichtdurchfluteter, karger Innenarchitektur ins Augenmerk rücken, als auch in vernachlässigten und maroden Orten, die stilistisch durchbrochen werden durch warme "Accessoires" an Farben und Formen sowie durch die Buntheit imaginärer Weggefährten.
Bei näherem Betrachten stehen die ausgesuchten Örtlichkeiten synonym für innere Räumlichkeiten, eine Art ursprünglicher Seienszustand des menschlichen Geistes, der noch der Formung und Bekleidung bedarf.

Die Kargheit lässt die Fülle der Möglichkeiten jenseits des Sichtbaren erahnen . Gleichsam märchenhaft haucht Eva Horstick-Schmitt seelenlosen Räumen wieder Leben ein; mit ihrem Blick Wesentliches hinter scheinbar Unwesentlichem aufzuspüren.

Die moderne Welt scheint eine von Einsamkeit geprägte, der Natur entfremdete Welt zu sein. Eva Horstick-Schmitt gelingt es mit ihren Arbeiten, dem Betrachter diese Entwurzelung auf Gefühlsebene zu vermitteln. Beim Eintauchen in die von ihr eingefangenen Leere entsteht der Eindruck eines fast menschenleeren Planeten; da stehen vereinzelt Bäume oder Gegenstände wie gestrandete Wale der verwahrlosten Zeit herum; ebenso wie verlassene Gebäude, Gelände und Sitzbänke ihres Lebenssinns beraubt zu sein scheinen.

Es entsteht eine unübersehbare Kluft zwischen Scheinwelten und jenen Wirklichkeiten, die wir als Betrachter untrüglich als "echt" empfinden; das einzig Solide in einer sich ständig verflüchtigenden Welt.
Dieser rote Faden setzt sich auch in den Portraitaufnahmen unterschiedlicher Menschen fort; sie erzählen von ungeschminkten Wahrheiten, von unnachahmlicher, jedem Wesen innewohnenden ureigenen Schönheit.
Text co. Funda Toprak Köln


Vernissage:
Berswordthalle Dortmund, 20.05.2014 ab 18 Uhr
Ausstellungsende: 29.05.2014 um 18 Uhr.

Präsentation und Abschlussveranstaltung
mit Rahmenprogramm im Rathaus Dortmund
am 31.05.2014 ab 15 Uhr

Moderation: Peter Großmann
Chor: Sang&Klang:Los!
a capella: Chantik
Lesung: Marika Bergmann
Harfe: Christiane Köhne
Lesung: Anne-Kathrin Koppetsch
Theater: Die Sperrsitze
Steel Orchester: Calypsonic
Schirmherrschaft: Barbara Sierau
Der Eintritt ist frei
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