Film-, Lese- und Diskussionsabend am 18. März im sweetsixteen-kino

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Dortmund: Kino SweetSixteen |

Ein Film-, Lese- und Diskussionsabend über das Leben des Boxers Johann Trollmann während der NS-Zeit und über die Lebenssituation der Roma in Dortmund findet am 18. März um 19 Uhr im sweetsixteen-kino statt.

Das Leben und „Schicksal“ der Roma während der NS-Zeit wird aufgegriffen und ebenso auch die heutige Lebenssituation der Roma in Dortmund. Mit der Zuwanderung von Menschen aus Osteuropa z.B. nach Dortmund gibt es viele Diskussionen über das Zusammenleben mit den Neuzuwander/innen. Das Schicksal eines einzelnen Sportlers, der aufgrund seiner Herkunft Opfer der NS-Ideologie wurde, spiegelt das Schicksal einer ganzen Gruppe wider.

Über die Veranstaltung

Der Abend startet mit dem Doku-Film „Gibsy - Die Geschichte des Boxers Johann Rukeli Trollmann“ von Eike Besuden und im Anschluss wird der Autor Dr. Roger Repplinger aus seinem Buch „Leg dich, Zigeuner: Die Geschichte von Johann Trollmann und Tull Harder“ vorlesen. Der Autor wird zusammen mit Oswald Marschall (Verein Deutscher Sinti Minden) und Tülin Kabis-Staubach (Planerladen e.V.) an der Podiumsdiskussion teilnehmen. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Sebastian Pütter (Bodo e.V.).

Die Geschichte des Boxers Johann Trollmann soll in die heutige Zeit münden, in der Antiziganismus nach wie vor weit verbreitet ist. "Was haben wir aus der Geschichte gelernt" könnte eine wichtige Frage in der Diskussionsrunde sein, über die diskutiert werden wird.

Über den Film

Im Sommer 1933 gewinnt der Sinto Johann „Rukeli“ Trollmann die Deutsche Box-Meisterschaft der Profis im Halbschwergewicht. In der Bockbrauerei in der Fidicinstraße in Berlin besiegt er Adolf Witt.

Ein paar Tage später wird ihm der Titel von der arisierten Boxsportbehörde aberkannt. Wegen „ungenügender Leistungen beider Boxer“. Der wahre Grund jedoch ist: Als Sinto und damit Mitglied einer nicht-arischen Minderheit darf er nicht Deutscher Meister sein. Auf diese Entscheidung reagiert Trollmann so: Bei seinem nächsten Kampf, gegen den berühmten Weltergewichtler Gustav Eder, steigt er mit Mehl auf der Haut und blond gefärbten Haaren in den Ring.

Er boxt auch „deutsch“, unter Druck gesetzt von den Medien, der Box-Sportbehörde und einem Teil des Publikums. Trollmann stirbt, wie 500.000 weitere Sinti und Roma, im Konzentrationslager.

Organisatoren

Der Film-, Lese- und Diskussionsabend am 18. März um 19 Uhr im sweetsixteen-kino und wird von mehreren Trägern und Vereinen organisiert: Planerladen e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW, Auslandsgesellschaft NRW e.V., Alevitischer Kulturverein Dortmund e.V., Jugendforum Nordstadt des Planerladens e.V., freundeskreis nEUbürger und Bodo e.V.

Die Tickets (5 €) können im Planerladen e.V. in der Schützenstr. 42 (Tel. 8820700) oder im sweetsixteen-kino, Immermannstr.29, erworben werden.
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