Großes Interesse an alten Gebäuden

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Alexandra, Schülerin der Gustav-Heinemann-Gesamtschule, hat sich als Gipsfigur in die Rolle eines Maschinisten der Kompressorenhalle der Kokerei Hansa versetzt. (Foto: Dominik Asbach)
Das Dortmunder Angebot war groß am Tag des offenen Denkmals: mehr als 60 historische Orte hatten ihre Türen geöffnet und interessierte Menschen zu Führungen und Vorträgen eingeladen. Und rund 10 000 Besucher haben das Angebot angenommen und sich auf den Weg gemacht. Vielerorts war der Andrang viel größer als erwartet.

Los ging es im Bildungszentrum auf der ehemaligen Zeche Hansemann, wo zu den Klängen des Jugend-Blasorchester „junior winds“ Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer, rund 150 Gäste begrüßten. Unter ihnen waren nicht nur viele Bergleute und Handwerker, sondern auch Auszubildende des Bildungszentrums und des Fritz-Henßler-Berufskollegs, denn junge Menschen waren nicht nur Zielgruppe, sondern auch Akteure des Tag des offenen Denkmals.

So konnte man auf Hansemann Schülern des Bildungsgangs der Bautechnischen Assistenten am Fritz-Henßler-Berufskolleg bei Aufmaßen am Denkmal über die Schulter schauen. Parallel zeigte der Bildungsgang im Fritz-Henßler-Haus eine Ausstellung zur Bau- und Nutzungsgeschichte der ehemaligen Handwerker- und Kunstgewerbeschule in der Brügmannstraße, dem heutigen Berufskolleg. Der denkmalgeschützte Brügmannblock wird derzeit saniert und durch moderne Gebäude erweitert. All dies erklärten die Schüler den Besuchern im Rahmen von Führungen.

Auch auf der Kokerei Hansa ergänzten junge Akteure eindrucksvoll das Programm der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur: Gezeigt wurde die Ausstellung „Vergessene Handgriffe“ mit kreativen Arbeiten von Schülern der Gustav-Heinemann-Gesamtschule. Die pfiffigen Kreationen sind im Kunstunterricht entstanden.

Vielerorts war der Andrang viel größer als erwartet. So war Dirk Stürmer vom 1. Kioskclub 06, an dessen Rundgang durchs Unionviertel sich 70 Menschen beteiligten, „überwältigt von der Teilnehmerzahl und dem großen Interesse am Thema Trinkhallen“.

Auch Annette Kulozik, Leiterin des Westfalenparks, hat sich über das Interesse der Besucher gefreut, die „viele Fragen hatten und eigene Geschichten aus der Entstehungszeit des Florianturms und des Westfalenparks erzählt haben.“ Viel zu tun hatten auch die Ehrenamtlichen vom Evinger Geschichtsverein. Statt der geplanten drei Führungen in den 62 Meter hohen Hammerkopfturm der ehemaligen Zeche Minister Stein aufgrund des Andrangs sieben Rundgänge durch das Gebäude gemacht.
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