Jean-Michel Jarre “Electronica 1 The Time Machine” Empfehlung

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Ich weiss noch wie ich damals 1991, als ich 19 Jahre alt war, die Compilation von Jean Michel Jarre „Images (The Best Of Jean Michel Jarre)" von meiner damaligen Freundin, die nichts mit der Szene zu tun hatte, zum Geburtstag geschenkt bekommen habe, und zwar mit der Begründung: „das muss ihm ja als Techno-Fan gefallen!“

Konzept des neuen Longplayers sind Kooperationen mit dem Who is who der elektronisch angehauchten jüngeren Musik-Historie, nachvollziehbarerweise natürlich mit dem Schwerpunkt Frankreich – es fehlen meiner Meinung nach eigentlich nur Laurent Garnier oder Daft Punk, dafür sind aber unter anderem Vince Clarke, der Mitbegründer von Bands wie Depeche Mode, Yazoo oder Erasure, der Trance-DJ Armin van Buuren aus den Niederlanden, der Techno-DJ und Produzent Boys Noize aka Alexander Ridha aus Hamburg, die französischen Elektronic-Band M83, bestehend aus Nicolas Fromageau und Anthony Gonzalez, die französische Synthie-Pop-Band Air, der amerikanische Musiker Moby, der französische Deejay und Produzent Gesaffelstein, die deutsche Musikformation Tangerine Dream, die Künstlerin Laurie Anderson aus den USA, der chinesische Pianist Lang Lang, Pete Townshend von der britischen Rockband The Who, Kult-Filmregisseur John Carpenter, Robert Del Naja von Massive Attack, die elektronische Band Fuck Buttons mit Andrew Hung und Benjamin John Power, und die englische Elektropop-Sängerin Little Boots alias Victoria Christina Hesketh dabei. Meine persönlichen Favoriten sind die beiden Tracks mit Vince Clarke „Automatic (Part 1 und 2)“ sowie Moby mit „Suns Have Gone“. Auch der Track „Close Your Eyes“ von Air geht mir nicht aus dem Sinn. Der Einfluss von Armin van Buuren fällt mir am klarsten auf, denn der aus der gemeinsamen Produktion entstandenen Track ist ein klassischer Trance Track. Das Ergebnis der Zusammenarbeit mit Boys Noize schafft es sogar in mein eigenes DJ-Set. Fazit: Das Album ist kein Meilenstein wie es Jean-Michel Jarres Tracks in den 1970ern und 80ern waren, aber durch die eingebundenen Künstler doch sehr vielfältig und definitiv für jedes offene und unvoreingenommene Ohr interessant. Die unterschiedlichen Gesangselemente, teilweise mit Vocoder Effekten belegt, sorgen für sehr differenzierte Wirkungen bei mir. Das Spektrum reicht von tanzbar, über melancholisch bis hin zu eher Filmmusik-affinen Schubladen. Die Handschrift des Meisters des Genres bleibt deutlich erkennbar und setzt sich immer noch eindeutig vom gewohnten Mainstream Einheitsbrei ab. The Klev
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