Kunst trifft Nordstadt

Anzeige
Ein Hingucker, der nicht nur für die Nordstadt wirbst, sondern als ganz praktische Aufgabe junge Menschen weiter qualifiziert, ist die neue Hausfassadengestaltung an der Bornstraße. (Foto: Schmitz)

"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit", hat Karl Valentin einmal gesagt.

Dass man aus dieser Arbeite aber auch einen ganz praktischen Nutzen ziehen kann, zeigt eine neues Kunstwerk an der Fassadengiebelwand des Hauses Bornstraße/Ecke Missundestraße 35. Es macht sichtbar, wie das Nordstadtlogo „Echt Nordstadt“ entwickelt wurde.

Neben dem Logo zieren Adjektive aus dem von Bewohner getragenem Logowettbewerb nun die Wand. So ist die Fassade zu einem echten Hingucker geworden. Die Ausführung des Kunstwerks unterstützt die berufliche Qualifizierung und Integration arbeitsloser Jugendlicher im Übergang von der Schule zum Beruf.

„Kombinierte Projekte dieser Art seien allen Hauseigentümern in der Nordstadt zur Nachahmung empfohlen, die ihre Immobilien aufwerten möchten“, darin sind sich Bezirksbürgermeister Dr. Ludwig Jörder und die Projektpartner einig. „Das Fassadenkunstwerk soll langfristig das Stadtbild verbessern und der Nordstadt ein positiveres Image verleihen.“ Es reiht sich in prominenter Lage in viele andere Fassadenkunstwerke der Nordstadt ein.

„Von der Bornstraße her ergibt sich eine deutliche Aufwertung der Eingangssituation ins Schleswiger Viertel“, erläutert Susanne Linnebach, Abteilungsleitung Stadterneuerung und Quartiersentwicklung der Stadt. „Viele Kooperationspartner sind mit positiven Impulsen gemeinsam am Werk. Dieses Projekt ist nur ein Beispiel.“

Umgesetzt hat die gemeinnützige GrünBau GmbH das Projekt gemeinsam mit dem Künstler Oliver Marc und arbeitslosen Jugendlichen des Jugendbauhofs aus dem Förderzentrum PLAN B und der Produktionsschule BVB-Pro. „So wurden neben der Stadtbildpflege auch berufliche Qualifizierungsmaßnahmen durch die praktische Umsetzung von Lerninhalten deutlich aufgewertet“, bewertet Andreas Koch, Geschäftsführer der Grünbau gGmbH, den gemeinsamen Gewinn.

Die Jugendlichen säuberten unter fachlicher Anleitung die Giebelflächen, besserten Mauerschäden aus und grundierten die Fläche vor der künstlerischen Gestaltung.

Jobcenter und die Agentur für Arbeit haben die Kosten für die Qualifizierungsmaßnahme getragen. Das Marketingprojekt für die Nordstadt wurde innerhalb des Programms Soziale Stadt – Dortmund Nordstadt durch die EU, den Bund, das Land, und die Stadt Dortmund mit 18 000 Euro gefördert.

Weitere Aktionen des Marketings für die Nordstadt sind die Internetseite echt-nordstadt.de sowie das bereits bekannte Buch Wir – Echt Nordstadt, die gleichnamige Ausstellung am Phoenix-See (noch bis Ende März), Echt Nordstadt-Eintragung als Marke sowie die gesamtstädtische Auflage von Nordstadt Life. Alle Akteure und Gewerbetreibende der Nordstadt, die ihre positiven Aktionen bekannt machen wollen bzw. sich zur Nordstadt bekennen, dürfen das Logo benutzen.

Es steht zum Download unter www.innenstadtnord.dortmund.de bereit.

Mit den berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen mit produktionsorientiertem Ansatz (BVB-Pro) wird ein zusätzliches berufsvorbereitendes Angebot insbesondere für junge Menschen mit komplexem Förderbedarf bereitgestellt.

Junge Menschen mit erhöhtem Förderbedarf am Übergang Schule – Beruf brauchen bedarfsgerechte und verlässliche Angebote. Die BVB-Pro Produktionsschulen stellen in ihren Werkstätten marktfähige Produkte her oder bieten mit ihren Arbeitsbereichen Dienstleistungen für reale Kunden an. Die Teilnehmer sind hierbei in betrieblich strukturierte Prozesse von A bis Z eingebunden. Hierfür stehen insgesamt 120 Teilnehmerplätze zur Verfügung.

Die unmittelbare Zielsetzung des Förderzentrums plan B für junge Erwachsene ist die nachhaltige berufliche und soziale Integration. Sie zielt auf eine dauerhafte berufliche Eingliederung in versicherungspflichtige Arbeit und Ausbildung ab. Im Vordergrund des Konzepts steht die am Eingliederungsziel des Teilnehmers orientierte individuelle Förderung der einzelnen Teilnehmer – in allen Phasen unter dem Leitbild „So kurz wie möglich, so lange wie nötig!“.

Wer aus einer schwierigen Lebenssituation kommt, weiß manchmal gar nicht, was alles in ihm steckt. Die Stärken der Teilnehmer hervorzulocken, das ist das Ziel des Förderzentrums plan B. Mit innovativen Methoden und der Kombination unterschiedlichster Maßnahmen fördert plan B die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen und verhilft ihnen zu neuen Chancen im Leben und auf dem Arbeitsmarkt. Ein Vorzeigeprojekt, das zurzeit viele Nachahmer findet.
In Dortmund stehen hierfür insgesamt 200 Teilnehmerplätze zur Verfügung.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.