Lesung mit Stefan Ludwig: 52 Runden. 52 Interviews.

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Stefan Ludwig - Foto: Peter Schuette -

11.03.2017 | 19 Uhr | Eintritt frei | caféplus, Gnadenort 3-5, 44135 Dortmund

Die Idee ist so einfach wie genial: Laufen. Reden. Gute Zeit haben. Der gebürtige Wittener Stefan Ludwig trifft 52 interessante Menschen am Dortmunder Phoenixsee zu einer gemeinsamen Runde – ein ganzes Jahr lang. Kein Skript. 3,2 Kilometer Weg und rund 70 Minuten Zeit. Mal wird es ein Interview, mal ein Gespräch über das Leben mit seinen Herausforderungen und fantastischen Sonnenuntergängen. Das Unkomplizierte, das Unvorhersehbare ist das Konzept. Keine Runde ist planbar.

Der 38-Jährige sucht seit April 2015 das Gespräch mit interessanten Menschen. Viele davon kennt er, sie haben sein Leben mitgeprägt, andere lernt der frühere Kulturschaffende und Journalist kennen und blieb neugierig.
„Dein Leben hat von Anfang an viel Spannendes“, weiß Taxi-Fahrer Dirk Debald über Autor Stefan Ludwig. Sein Physio-Therapeut Cyrus Zarrinkar ist begeistert. „Ein Patient mehr von der Sorte, der sich viel und freiwillig bewegt.“ Ausbilder Schmidt sagt „Da ist Musik drin, das wird ein tolles Buch.“

Für Stefan Ludwig bedeutet jede Runde Sport. Seit kurz nach der Geburt hat er eine spastische Gehbehinderung. Die Strecke kennt er auch vom Geschoben-Werden im Rollstuhl.

Was interessiert Menschen, fasziniert sie und verleiht ihnen die Kraft tagtäglich aufzustehen? Darum geht nicht ständig, aber gelegentlich. „Ich bin gehbehindert und unfallerprobt. Letzteres sogar gesundheitlich und wirtschaftlich. Zweimal pleite. Mit 38. Da sind Lebenskrisen nicht ausgeschlossen.“

Die Geschichten am Phoenixsee sind bunt: Mit Comedian Bernhard Hoecker spricht Stefan Ludwig über Neugier, mit Hennes Bender über den Unterschied zwischen Klatschen und Lachen. Liederpoet Christian Hirdes bekennt sich zum Lampenfieber, mit Kabarettist Rene Steinberg diskutiert er über Brot vom Vortag. „Mit Nobby Dickel, dem Stadion-Sprecher des BVB, habe ich über Adrenalin, den täglichen Gang zum Verein und seinen Job im größten Wohnzimmer der Stadt gesprochen.“ Innenverteidiger Neven Subotic drosselt sein Tempo auf Schrittgeschwindigkeit und spricht mit mir über seine Stiftungsarbeit in Äthiopien. Zu einem Treffen mit Zehnkämpfer Frank Busemann verhilft der Zufall, mit dem Geschäftsführer des Fußballmuseums, Michael Keßeler, spricht der Autor über die Barrierefreiheit des Museums. Jede Runde ist ein Gewinn für die Seele. Gute Gespräche, gemeinsame Zeit – darin liegt ein Zauber. Ein Zauber, der so schnell nicht endet und im Oktober 2016 in einem ersten Buch erscheint.
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2 Kommentare
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Melanie Busche aus Menden (Sauerland) | 09.03.2017 | 06:26  
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ANA´ stasia Tell aus Essen-Ruhr | 11.03.2017 | 13:48  
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