Neue Ausstellung im U

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Dies ist eines der Werke der Künstlerin Gillian Wearing der neuen Ausstellung im U. (Foto: Maureen Paley)
Die Ausstellung „Requiem für eine Bank" im Dortmunder U widmet sich der Welt der Finanzwirtschaft. Internationale Künstler aus verschiedenen Disziplinen wie der Medienkunst, bildenden Kunst, Performance und Architektur untersuchen in ihren Arbeiten, welche technologischen und politischen Bedingungen für das rasante Wachstum der Finanzmärkte seit den 1970er Jahren geschaffen werden mussten.
Wie hat sich unsere Vorstellung von Geld als Medium und Tauschwert durch Digitalisierung und Vernetzung verändert - vom Münz- und Papiergeld hin zu rein virtuellen Werten wie Derivaten, verbrieften Subprime-Krediten und anderen Hochrisikopapieren, die in den weltweiten Datennetzen gehandelt werden und die globale Finanzkrise von 2008 beförderten?
Ein zweiter Schwerpunkt der Ausstellung beschäftigt sich mit den Auswirkungen eines virtualisierten Wirtschaftssystems auf das Arbeitsleben, die Gesellschaft und das Private. Von besonderem Interesse sind die Rückkopplungen einer finanzialisierten Ökonomie mit zeitgenössischen Arbeits- und Alltagswelten, in denen die Marktverhältnisse und das Verhältnis zwischen Gläubigern und Schuldnern zum bestimmenden Kriterium für jedes private und gesellschaftliche Handeln werden.
Der dritte Aspekt von "Requiem für eine Bank" fragt nach möglichen Zukunftsszenarien unseres gegenwärtigen Wirtschaftssystems – utopischen (z.B. im Sinne einer demokratisierten Börse für lokale Anliegen in der Stadt) wie dystopischen (in denen z.B. globale Unternehmenskonglomerate mit verschuldeten Staaten in Südeuropa verschmelzen).
Zu sehen ist die Ausstellung im Dortmunder U, Ebene 3, vom 14. September bis zum 26. Januar 2014.
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