Orgel der Propsteikirche wird restauriert

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Propst Andreas Coersmeier und Dekanatskantor Simon Daubhäußer (links) bitten um Spenden für die Orgelsanierung. Spender erhalten als Dank eine der ausgemusterten Originalpfeifen. (Foto: pdp)

Die große Orgel in der Propsteikirche wird einer umfassenden technischen und klanglichen Revision unterzogen und dadurch für mehrere Monate nicht spielbar sein.

Zu Ostern soll die Orgel dann zum ersten Mal wieder in den Gottesdiensten erklingen.

Propst Andreas Coersmeier und Dekanatskantor Simon Daubhäußer erläuterten am Donnerstag die Arbeiten, für die ein Finanzierungsrahmen von etwa 230 000 Euro vorgesehen ist. Bis zum Abschluss der Arbeiten steht in der Kirche ein Ersatzinstrument zur Verfügung.

Die Orgel in der Propsteikirche wurde 1988 von der Firma Siegfried Sauer aus Höxter erbaut und klanglich von Professor Hatto Ständer eingerichtet. Die 53 klingenden Register verteilen sich auf drei Manuale und Pedal. Das Instrument soll für tägliche Gottesdienste im kleinen Rahmen und ebenso für Festmessen zu Sonn- und Feiertagen sowie für regelmäßige Konzerte und als Unterrichtsinstrument immer den passenden Klang bieten.

Der Kirchenvorstand hat in Abstimmung mit Dekanatskantor Simon Daubhäußer und den Orgelsachverständigen des Erzbistums Paderborn beschlossen, die Firma Orgelbau Mühleisen aus Leonberg bei Stuttgart mit der umfassenden technischen und klanglichen Revision zu beauftragen.

Dazu wird neben einer gründlichen Reinigung jede Pfeife einzeln ausgebaut, gereinigt und wieder eingesetzt. Ein entscheidender Arbeitsgang kommt hinzu: die Neuintonation. Die Klangeigenschaften einer jeden Pfeife werden dabei gemäß ihrer Klangfarbe den speziellen räumlichen Gegebenheiten angepasst. Dazu wird vorhandenes und neu zu bauendes Pfeifenwerk verwendet.

Außerdem wird die Orgel um eine bisher fehlende Flöte im Hauptwerk und eine Trompete im Schwellwerk ergänzt und das Glockenspiel zum Klingen gebracht. Aufgestockt wird ein Bassregister bestehend aus wenigen, großen Holzpfeifen. Dadurch wird die klangliche Basis der großen Orgel entsprechend dem Längenmaß der Propsteikirche ausgebaut.

Während des Umbaus wird es Phasen großer Betriebsamkeit und Lautstärke, aber auch Wochen der Stille geben, je nach Arbeitsabschnitt vor Ort oder in der Werkstatt in Süddeutschland. Um die Finanzierung des großen zu sichern, bittet die Propsteigemeinde um Spenden. Als Dankeschön erhalten die Spender jeweils eine Originalpfeife aus der bestehenden Orgel.
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