Sag es mit Bildern!

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Gleich sechs Häuser wurden in der Nordstadt gestaltet. An der Mallinckrodtstr. 236 ziert der Verleger Mallinckrodt eine Fassade. (Foto: Schmitz)

Die Bilderflut geht weiter.

Im Rahmen des Fassadengestaltungsprojektes unter der Leitung von Tülin Kabis-Staubach vom Büro BASTA (Büro für Architektur und Stadtentwicklung) Planerladen e. V.- entsteht seit 2002 ein kultureller Wanderpfad durch den Stadtteil.

Das Stadtteilkulturprojekt verfolgt u.a. folgende Ziele: Nutzung der Bilderwelten, Beteiligung von Bewohnern, Wissensvermittlung, Verbesserung des Innen- und Außenimages des Stadtteils, Stärkung von Stadtteilidentität sowie Förderung von Kooperation im Stadtteil. Die Fortführung seit Ende 2011 erfolgte im Rahmen des Programmes „Wir setzen Zeichen!“ des Ministeriums für Bauen und Verkehr NRW.
In seinem neuesten Kapitel des begehbaren Lexikons in der Blumenstraße 20/22 beschäftigt sich die Bilderflut mit dem Thema Blumen und erinnert an den Begriff ‚Blumensprache‘. Auf dem Westgiebel sind die lustigsten Blumennamen aufgelistet.

Fingerhut und Frauenschuh sind als Teekesselchen bildhaft dargestellt. Die Bildelemente sind als Scherenschnitte angelegt und betonen zusammen mit den Textbausteinen den grafischen Charakter dieser Bilderflutfassade.

Anfang des 18. Jahrhunderts berichtete Lady Mary Wortley Montagu in ihren Briefen aus Istanbul von der Kommunikation mit Blumen. Im Orient stieß sie auf ein ausgeklügeltes System von Bedeutungen, die den einzelnen Blüten zukamen. Die Blumensprache ist allerdings noch älter als der von Lady Montagu übermittelte Code: Eine Blumenschrift gab es so bereits in China, auch ägyptische Hieroglyphen nahmen sich die Gestaltung von Pflanzen und Blüten zum Vorbild.
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