Theater braucht neue Bühnentechnik

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Der Rat der Stadt hat jetzt die Sanierung der Obermaschinerie des Schauspielhauses in der spielfreien Zeit des kommenden Jahres beschlossen. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro.

Die Obermaschinerie des Schauspielhauses ist der Teil der Bühnentechnik, der sich 14 Meter über dem Bühnenboden befindet. Die 49 Züge werden je nach Bedarf unterschiedlich bestückt, beispielsweise für Prospekte (rollbare Stoffbahnen), Requisiten, Beleuchtung und die Vorhanganlagen.

Ursprünglich war die Sanierung der Obermaschinerie des Schauspielhauses für die spielfreie Zeit 2015 geplant. Aufgrund eines Gutachtens, das zur beabsichtigen Sanierung in Auftrag gegeben wurde, wurde die Obermaschinerie jedoch als dringend sanierungsbedürftig eingestuft. Deshalb wurde sie nur noch zur eingeschränkten Nutzung freigegeben.

Eine weitere Einschränkung erfolgte nach einer Besichtigung durch die Unfallkasse NRW und den Arbeitssicherheitsdienst der Stadt Dortmund: Danach ist die Obermaschinerie mit sofortiger Wirkung vom szenischen Betrieb stillzulegen, wenn bestimmte organisatorische Maßnahmen nicht erfüllt werden.
Auch dieser Stand ist mittlerweile überholt: Derzeit ist der gesamte Apparat ausgefallen, und die Bühne kann nur noch als Studiobühne genutzt werden. Als erste Konsequenz entfiel am 8. Dezember 2013 die Vorstellung „Das Fest“ und damit die erste Produktion im Schauspielhaus.

Derzeit bemüht sich das Theater Dortmund um die Beschaffung von Ersatzzügen, damit der Spielbetrieb auf der Bühne weitgehend aufrecht erhalten werden kann. Dies ist dann jedoch nur mit Änderungen in den Inszenierungen der Stücke möglich. Diese provisorische Lösung wird aktuell begleitet von einer Fachfirma, einem Ingenieurbüro und der Unfallkasse NRW.
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