Unbequeme Orte

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Auch die Steinwache an der Steinstraße wird zum Tage des Offenen Denkmals zu besichtigen sein. (Foto: Archiv)

In diesem Jahr beteiligt sich Dortmund bereits zum 20. Mal am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September. Das diesjährige Motto lautet „Unbequeme Denkmale?“

Damit stellt sich auch der Dortmunder Denkmaltag einer verbreiteten Meinung, Denkmale seien häufig unbequem - in ihrem Aussehen, ihrer Nutzung, ihrer Erhaltung und manchmal auch in ihrem Erinnerungswert.

Der Tag des offenen Denkmals zielt darauf ab, das vermeintlich Unbequeme an Denkmalen zu „entlarven“: als etwas Besonderes und Bedeutungsvolles, als etwas Identitätsstiftendes, als nachhaltiges Bauen, als wichtige Zeitzeugen gegen das Vergessen und in der Tat bisweilen als denkmalpflegerisches Problem. Beispiele aus denkmalpflegerischer Praxis und persönliche Erfahrungsberichte von Nutzern, Eigentümern und anderen Beteiligten werden am Denkmaltag im Fokus stehen.

So wird das diesjährige Programm mit einer Reihe von Denkmalen aufwarten, die im Zusammenhang einer „unbequemen“ Erinnerung stehen, wie dies beispielsweise bei Bunkern und Kriegerdenkmalen oder Mahnmalen der Fall ist. Einen weiteren Schwerpunkt werden Denkmale bilden, deren Nutzung aufgrund struktureller oder gesellschaftlicher Veränderungen nicht mehr besteht, was auf viele Kirchen und Industriedenkmale zutrifft. Nicht selten gewinnen vermeintlich unbequeme Denkmale nach ihrer Sanierung oder Umnutzung neue Wertschätzung: als einzigartige Arbeitsplätze, als unverwechselbare Wohnungen oder kulturelle Attraktionen.
Für die Besucher ist die Teilnahme an den Veranstaltungen wie immer kostenlos.

Wie auch in den vergangenen Jahren, so gibt die Denkmalbehörde erneut eine Broschüre zum Tag des offenen Denkmals heraus. Diese enthält neben dem kompletten Veranstaltungsprogramm Texte mit anschaulich aufbereiteten Hintergrundinformationen zum diesjährigen Thema des Denkmaltags. Die Broschüre an den üblichen Stellen kostenlos erhältlich: Bezirksverwaltungsstellen, Zentral- und Stadtteilbibliotheken, Museen, Rathaus, Dortmund-Agentur am Friedensplatz und andere. Außerdem ist sie als Download auf der Internetseite der Denkmalbehörde abrufbar:
www.denkmalbehoerde.dortmund.de - unter „Tag des offenen Denkmals 2013“.

Ermöglicht wurden die Organisation des Denkmaltags und der Druck der Broschüre unter anderem durch eine großzügige Spende der Sparkasse Dortmund, die diese Kulturveranstaltung seit Jahren finanziell unterstützt. Weitere Unternehmen halfen bei der Finanzierung der Programmbroschüre durch eine Anzeige: die Firma Freundlieb Immobilien Management GmbH & Co. KG, die EDG Entsorgung Dortmund GmbH sowie wiederum die Sparkasse Dortmund.
In der Innenstadt werden unter anderem fplgende Denkmale geöffnet sein:

Innenstadt-Nord: Ev. Pauluskirche - Schützenstraße 35, Steinwache - Steinstraße 50, Depot Immermannstraße und Luftschutzraum - Immermannstraße 29, Historische Hafenkräne - Franziusstraße, Pumpwerk Evinger Bach - Münsterstraße 270.

Innenstadt-Ost: Ev. Paul-Gerhardt-Kirche - Markgrafenstr. 125,, Bunker / Zivilschutz-Befehlsstelle Ruhrallee - Leipziger Straße, Leipziger Str. 10, Ostfriedhof - Robert-Koch-Straße 35

Innenstadt-West: Ev. Stadtkirche St. Petri - Westenhellweg, Ev. Stadtkirche St. Reinoldi - Ostenhellweg 2, Ev. Nicolaikirche - Lindemannstraße 72, Kath. Grabeskirche Liebfrauen - Amalienstraße 18, Ehem. Hoesch-Verwaltungsgebäude / Versorgungsamt - Rheinische Straße 173.
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