Viel Applaus für Dortmunder Tatort-Team

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Gefrotzelt und gelacht wurde vor der Tatort Premiere im Openair-Kino, obwohl ein Kommissar seinen Abschied verkündete.

"Die Theaterliebe ruft", verkündet Stefan Konarske, den viele als Kommissar Daniel Kossik sonntags aus dem Tatort kennen, warum er bald nicht mehr mit seinen Dortmunder Kollegen auf Mörderjagd geht. Doch noch ermitteln sie in zwei Krimi-Folgen zusammen. Die erste erhielt von Hunderten Tatort-Fans im ausverkauften Kino im Westfalenpark langen Beifall.

Und zoffen, streiten und unter den Tisch trinken, das tun sie nur vor der Kamera: Feixend und bester Laune präsentierten die Dortmunder Tatort-Darsteller auf der Bühne am Buschmühlenteich ihren neuesten Streifen um seine Rockergang. "hallo Dortmund, Freunde, das ist geil!", freut sich Jörg Hartmann, der den struppigen Kommissar Peter Faber mimt. "Es fällt schwer eine klar Trennung zu ziehen zwischen uns und unserer Rolle", weiß Schauspielerin Aylin Tezel und sie betont: "Ich habe als Kommissarin Nora Dalay Stefan nur in der Serie verlassen!"

Und gestritten wird nur vor der Kamera:

"Wir haben alle in Wirklichkeit etwas bessere Laune", betont sie "und wir lachen viel."
Froh ist die Produktion über die vor über vier Jahren getroffene Idee, in Dortmund kein Duo, keine "Hühnerstreife" sondern ein Kleeblatt antreten zu lassen. Denn im Ermittler-Quartett geht es auch immer über die Tatortfolge hinaus darum, was mit den Vieren weiter passiert. Und die Frage, was der beliebteste Tatort ist, beschäftigt die Tatort-Macher kaum. Denn Dietmar Bär sei schließlich ein Hombrucher Junge, also ein Dortmunder und daher keine Konkurrenz.

"Dortmund ist eine junge Tatort-Stadt"

Und überhaupt sei Dortmund als Tatort-Stadt ja noch mit neun Folgen in viereinhalb Jahren jung. Viele Städte wollen der Westfalen-Metropole folgen und Drehort werden. Doch tut das einer Stadt gut? Die Produzenten glauben nicht, dass es Investoren abschreckt, wenn in Dortmund etwa in einem etwas düsteren Tatort die Nordstadt fürs Verbrechen herhalten muss.

Schießerei im Rocker-Milieu

Ja, in der neuen Dortmunder Krimifolge wird hier am hellichten Tage mitten auf der Straße geschossen und die Rocker haben im Hafen ihr Quartier bezogen: alles Fiktion. Erst Anfang Oktober wird die Folge sonntags im Ersten ausgestrahlt. Und auch diesmal eskaliert der Streit zwischen den beiden Kommissaren. Doch nachdem es beim nächsten Mal zwischen Peter Faber und Daniel Kossik knallt, ist Schluss: Schauspieler Daniel Konarske zieht's in die Stadt der Liebe. 2017 wird er zum letzten Mal am Sonntagabend im Dortmunder Tatort ermitteln. "Ich habe mich entschieden nicht mehr Teil des Dortmunder Tatorts zu sein," sagt er und zieht nach Paris.
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