Halsbrecherische Flucht von Wall-Raserin endet an Ampelmast: 30.000 Euro Schaden

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Am Dortmunder Wall flüchtete am Dienstagabend eine 22-Jährige vor der Polizei und raste dabei über ein Dutzend roter Ampeln. (Foto: Magalski)
Ein Wunder, dass es keine Schwerverletzten oder sogar Tote gab: Nach einem wilden Rennen am Dortmunder Wall flüchtete am Dienstagabend eine 22-Jährige vor der Polizei und raste dabei über ein Dutzend roter Ampeln. Das Ende der Flucht markierte ein Ampelmast.

Am späten Dienstagabend (14. März) hatten sich sich zwei Autos ein Rennen auf dem Dortmunder Wallring geliefert. Allerdings überholten die Raser dabei einen zivilen Streifenwagen.

Die zivil gekleideten Beamten waren gegen 23.30 Uhr auf dem Schwanenwall in Richtung Norden unterwegs. Plötzlich schossen links und rechts zwei Autos mit hoher Geschwindigkeit an den Polizisten vorbei. Mit Blaulicht und Martinshorn nahmen sie die Verfolgung Fahrzeuge auf.

An der Kreuzung Schwanenwall/Bornstraße kam einer der beiden Fahrer schließlich zur Vernunft und bremste ab. Das andere Auto, ein blauer Opel, beschleunigte hingegen und raste bei Rotlicht über die Kreuzung. Nur mit großer Mühe blieben die Kollegen an dem Flüchtenden dran.

Die Verfolgungsfahrt führte über den nördlichen Wallring, ehe der Wagen in die Rheinische Straße einbog. Über die Ritterstraße und Brinkhoffstraße kehrte der Opel wieder auf den Königswall zurück.

Mit hoher Geschwindigkeit ging es weiter in Richtung Osten. An der Kreuzung Burgwall/Bornstraße nahm die rasante Fahrt ein Ende. Die Linkskurve in Richtung Bornstraße war die letzte für den flüchtenden Pkw. Der Opel prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Ampelmast. Durch die Kollision knickte der Ampelmast ein, der Wagen wurde total beschädigt.

Die Fahrerin, eine 22-jährige Dortmunderin, verletzte sich dabei nur leicht. Ihr 23-jähriger Beifahrer blieb wie durch ein Wunder unverletzt.

Bei der Verfolgungsfahrt missachtete die Frau über ein Dutzend rote Ampeln. Dabei kam es zu mehreren gefährlichen Situationen. So konnten mindestens drei umsichtige Fahrzeugführer eine Kollision durch Vollbremsungen verhindern.

Die Begründung der 22-Jährigen für ihre rücksichtslose Flucht schießt jedoch den Vogel ab: Sie habe Angst gehabt, bei einer Kontrolle wegen des illegalen Straßenrennens ihren Führerschein zu verlieren. Die Mühe hätte sie sich sparen können - der Lappen ist weg.

Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf rund 30.000 Euro.
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