Ich bin glücklich „Molly“ als Reitbeteiligung zu haben

Wenn Charlotte Terhalle zum Reiten kommt, freut sich „Molly“schon, denn ihre Reitbeteiligung hat immer eine Möhre oder einen Apfel mit. (Foto: Schmitz)
 
Gesattelt, geputzt und los geht‘s ins Gelände. Holthausen bietet Reitern viele ruhige Feldwege und auch extra Reitwege im Wald. (Foto: sCHMITZ)
Tausende Mädchen in Dortmund lieben Pferde und hunderte davon haben eine Reitbeteiligung. Charlotte Terhalle (14) ist eine davon. Donnerstags und sonntags gehören ihre Nachmittage „Molly“. Heute erzählt die Heinsenberg-Gymnasiastin vom Reiten und Pferdepflegen in Lindenhorst:

„Wenn ich mit meinem Fahrrad zum Stall fahre lugt Molly schon aus dem Fenster ihres Stalles und sieht, ob ich ihr einen Apfel oder eine Möhre mitbringe. Dann freut sich die Haflingerstute jedesmal, denn Molly liebt Leckerchen. Sie knabbert und schleckt gerne an Dingen, insbesondere an mir und stupst gerne mein Fahrrad um.
Eigentlich ist Molly ganz lieb, aber wenn ich sie mit dem Putzkasten bewaffnet aus dem Stall führe, haben die anderen Pferde schon Respekt. Leise schnaubt sie in die kalte Winterluft während ich ihr dickes Teddy-Winterfell striegel. Mit 19 Jahren ist Molly auch beim Hufekratzen ein alter Hase und hebt die Beine sofort reihum.
Am Stall hat man immer was zu tun, denn die Boxen müssen gemistet werden, im Winter muss man immer darauf achten, dass das Wasser der Pferde nicht eingefrohren ist und natürlich kann man viel Zeit mit seinem geliebten Pferd verbringen. Denn oft bin ich vom Putzen bis zum Misten zwei bis drei Stunden am Stall.
Die Leute am Reitstall Rohleder teilen alle ihre Begeisterung für Pferde und helfen sich gegenseitig. Alle Pferdebesitzer und Pflegeinnen sprechen sich ab wer die Pferde von der Weide holt oder mistet mal die Box von jemand anderem, denn jeder ist gern hilfsbereit.
Am Anfang war ich drei Mal die Woche bei Molly, weil ich aber in der neunten Klasse viel für die Schule tun muss und nebenbei noch Volleyball spiele, war ich sehr froh, als der Besitzer von Molly einverstanden war, dass ich mich nur noch zwei Mal die Woche um sie kümmere. Falls mal eine Klassenarbeit ansteht und ich noch lernen muss und ich an dem Tag nicht zu Molly kann, gibt es glücklicher weise noch zwei andere Reitbeteiligungen auf Molly mit denen ich Tage tauschen kann. Im Sommer macht Molly und mir das Reiten am meisten Spaß. Den Weg zur Weide legt Molly sehr flott zurück, den zur Reithalle eher weniger.
Sie liebt es, Auszureiten, über die Felder zu galoppieren, wozu das wunderschöne Holthausen super geeignet ist, oder auf der Weide zu grasen und ist insgesamt ausgeglichener und besser zu reiten. Auch auf dem Platz draußen läuft sie wenn‘s warm ist viel lieber.
Jetzt, Im Winter bewegt sie sich nicht so gerne, deshalb gehen wir meistens spazieren oder ich longiere siemit einer langen Peitsche, denn in der Halle kann sie im Winter zum Rodeo-Pferd werden.
Trotz der Tatsache, dass meine Haflinger-Stute manchmal faul ist und keine Lust hat, zu laufen, hat sie einen süßen Charakter und ich bin glücklich, Molly als Reitbeteiligung zu haben.
Der Stall am Hausacker, bietet viele Möglichkeiten zu reiten: einen Außenplatz, einen Springplatz, die Reithalle natürlich, einen Longierzirkel und eine Führanlage sowie ein tolles Gelände zum Ausreiten mit Wald und vielen Feldern.
Wenn ich mit anderen ausreite, muss Molly immer vorne gehen. Hinterherlaufen ist nicht Mollys Sache.“
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