"Klang meines Körpers" zeigt: Immer mehr essgestört

Aktuell ist die Schau "Klang meines Körpers wieder im Henßler-Haus zu sehen. 2013 besuchten sie Realschüler. | Foto: Archiv/ Schmitz
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  • hochgeladen von Antje Geiß

Auf Initiative des Netzwerkes Essstörungen ist für Schulklassen bereits zum dritten Mal die Ausstellung „Klang meines Körpers“ im Fritz-Henßler-Haus, Geschwister-Scholl-Straße 33-37, zu sehen.

Vom 20. bis 24. April geht es im Schülercafé um Magersucht, Bulimie und Esssucht. Essstörungen haben in den letzten Jahren zugenommen. Experten gehen davon aus, dass inzwischen fast jeder fünfte Jugendliche typische Symptome aufweist.

Essstörungen sind längst nicht mehr nur ein fachmedizinisches Thema in Expertenkreisen, sondern betreffen und bewegen viele Menschen. Eltern, Lehrkräfte und Mitschüler stehen der Situation oft ratlos oder überfordert gegenüber. Aufklärung und Prävention für die betroffenen Altersgruppen sowie Hilfestellungen für Pädagogen sind von großer Bedeutung.

Zwei Betroffene konzipierten Schau

Je eher eine Essstörung entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Hier setzt das interaktive Ausstellungsprojekt an. Konzipiert wurde die Ausstellung von fünf betroffenen jungen Frauen und einem betroffenen jungen Mann.
Ihr Bedürfnis war es, neue Wege bei der Darstellung von Essstörungen zu gehen: Sie haben bewusst darauf verzichtet, das oft dargestellte ausschließlich „Kranke“ und „Erschreckende“ der Essstörung zu dokumentieren.

Menschen voller Lebenshunger

Der Blick soll sich nicht auf die Krankheit richten, sondern auf sie – als Menschen voller Lebenshunger und schöpferischem Potential.
Die Vermittlung dieser lebensbejahenden positiven Botschaft ist das zentrale Projektziel.

Wünsche und Sehnsüchte

Mit selbst geschriebenen Texten, Bildern und ausgewählten Liedern erzählen die jungen Menschen von ihrem Leben, ihren Wünschen und Sehnsüchten und zeigen Wege aus der Essstörung auf.
Dabei geben sie tiefe Einblicke in ihre Innenwelt, die weit über die sachliche Information hinausgehen. Informative Schautafeln ergänzen die künstlerischen Arbeiten.

Autor:

Lokalkompass Dortmund-City aus Dortmund-City

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