Ohne Führerschein, betrunken, mit Drogen an Bord und zu schnell: Unnaer bekommt "Tagespreis" der Dortmunder Polizei

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(Foto: Archiv)
Dortmund: Burgwall |

Der Wallring in Dortmund hat sich in den vergangenen Wochen wieder einmal zu einem ausgemachten Treffpunkt der regionalen Raserszene entwickelt. Die Polizei steuert mit massiven Kontrollen dagegen - und konnte am vergangenen Wochenende eine erschreckende Bilanz ziehen - in der ein Unnaer sich besonders hervortat.

In der Nacht von Samstag (21.) auf Sonntag (22. März) kontrolliert die Polizei auf dem Wall. Dabei ging es um die Untersuchung von Fahrzeugen hinsichtlich technischer Veränderungen, aber auch um Geschwindigkeitskontrollen.

Bei diesen schafften es drei Autofahrer, besonders aus der Masse herauszustechen - im negativen Sinne. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h brachte es ein 23-jähriger Mann aus Kierspe auf satte 101 km/h. Einer Schuld schien er sich bei Ansprache durch die Beamten jedoch keinesfalls bewusst zu sein. Im Gegenteil: Vor diesen prahlte er noch mit den 180 PS seines Fiats. Die wird er nach dieser Fahrt dann erst einmal nicht mehr ausnutzen können. Ihn erwartet unter anderem ein mehrmonatiges Fahrverbot.

"Nur" 24 Stundenkilometer zu schnell war ein 20-jähriger VW-Fahrer aus Schwerte auf dem Ostwall. Allerdings blieb es nicht bei diesem Geschwindigkeitsverstoß. Denn der junge Mann ging den Beamten doch glatt ein zweites Mal in die (Radar-) Falle. Wenige Meter weiter, auf dem Burgwall, wurde er erneut mit 21 km/h zu viel geblitzt.

"Jackpot" für Unnaer


Der "Tagespreis" jedoch ging an einen 21-jährigen Unneraner. Er wäre wohl an diesem Abend besser nicht in sein Auto gestiegen. Denn die Geschwindigkeitsüberschreitung von 15 km/h dürfte für ihn noch
das kleinste Übel bedeuten. Als die Beamten ihn anhielten und kontrollierten, stellte sich zusätzlich heraus, dass er noch nie im Besitz eines Führerscheins war. Doch damit noch immer nicht genug.

Während er den Einsatzkräften dies schilderte, stellten sie nämlich
Alkoholgeruch in seinem Atem fest. Eine Blutprobe wurde angeordnet. Dass in seinem Fahrzeug zu guter Letzt auch noch Betäubungsmittel gefunden wurden, setzte dem gesamten Vorgang das I-Tüpfelchen auf... Für den Nachhauseweg musste sich der Unneraner schließlich ein anderes Verkehrsmittel suchen.

Insgesamt schrieb die Polizei Dortmund zwischen Samstag, 20 Uhr,
und Sonntag, 4 Uhr, neun Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen und verhängte
44 Verwarngelder wegen der Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit.
Hinzu kamen acht Ordnungswidrigkeiten und 22 Verwarngelder wegen
sonstiger Verstöße sowie die Anzeige aufgrund des Verkehrsvergehens
des Mannes aus Unna.
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