Polizei arbeitet nicht wie im Tatort

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Auch vor Unfallgefahren, wie Rasen, Alkohol, Handy oder Drogen am Steuer warnt die Ausstellung im Präsidium, die ein Unfallfahrzeug zeigt. Fotos: Schmitz

Die neue Ausstellung 110 will auch für den Beruf des Freund und Helfers werben. "Platz nehmen, lesen, hören...Polizei erleben!" - Unter diesem Motto hat das Team der Öffentlichkeitsarbeit in sieben Monaten die ständige Polizeiausstellung in der ersten Etage des Polizeipräsidiums an der Markgrafenstraße neu gestaltet.

innenstadt-süd. Ab sofort ist jeder Interessierte eingeladen, selbständig die Ausstellung anzuschauen. Einzige Voraussetzung ist eine kurze Anmeldung beim Service-Center im Polizeipräsidium. Die neue Ausstellung lädt zum Verweilen ein - In einer Leseecke können Besucher vergangene, außergewöhnliche Fälle nachlesen und in Literatur zum Thema Polizei blättern.

Schau selbständig erkunden


Endlich können Neugierige auch ohne Führung selbständig Polizeiarbeit erkunden und erleben. Für Schulkassen bietet die Polizei eine Schüler-Ralley an, die mit dem Lehrer erarbeitet werden kann.
Das Ziel der neuen Schau ist, die Polizeiarbeit transparent zu machen und ein
realistisches Bild der Bereiche Kriminalität, Verkehr und Gefahrenabwehr zu zeichnen, abseits von "Tatort", "CSI" und "Cobra 11".
Die Ausstellung "Ordnung und Vernichtung", welche die Rolle der Polizei, auch der Dortmunder Polizei, im Nazi-Regime der 30er und 40er Jahre zeigt, spielt auch in
der neuen Ausstellung eine wichtige Rolle.

Kostenlose Gruppenführung


Die Schau ist täglich geöffnet, außer mittwochs, von 9 bis 19 Uhr. Kostenlose Gruppenführungen ab 15 Personen können unter Tel: 132-1034 oder unter polizeiausstellung.dortmund@polizei.nrw.de vereinbart werden.
Der Zutritt ist Kindern ab 12 Jahren gestattet. Die Polizei will Besuchern zudem vermitteln, dass immer Menschen in der Uniform stecken und sie will junge Menschen für den Polizeiberuf begeistern.

Das erzählen Polizisten:

"Im Einsatzgeschehen kam es vor, dass ich mit meiner Pistole auf Menschen zielen musste, weil sie mich bedrohten. Ich habe in dieser
Situation einfach funktioniert. Ich bin froh, dass ich niemals schießen musste." Steffen, 32 Jahre, Wach- und Wechseldienst

"Als mir in einem Einsatz ein junges Mädchen, welches Opfer einer häuslichen Gewalt geworden ist, verzweifelt in die Arme gefallen ist, wurde ich daran erinnert, dass Menschen bei der Polizei Hilfe und Schutz suchen und dass wir für diese uns fremden Menschen Verantwortung übernehmen."
Monika, 31 Jahre, Wach- und Wechseldienst

"In der Hundertschaft stehe ich oft zwischen den Fronten, bei Demonstrationen oder bei Fußballspielen mit rivalisierenden Fans. Deswegen bin ich froh, dass bei uns Kollegialität und Rückhalt groß geschrieben werden und Teamgeist gelebt wird. Das ist auch deswegen besonders wichtig, weil wir die Kollegen manchmal öfter sehen als die eigene Familie und Freunde."
Jennifer, 27 Jahre, Einsatzhundertschaft
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