Schüler gestalten Totenbretter

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Was ist mir in meinem Leben wichtig? Unter Anleitung zweier Kulturpädagoginnen haben Schüler des Käthe Kollwitz Gymnasiums sich mit diesem Thema befasst. (Foto: Schmitz)

Im Rahmen des Projektes „Worauf' s ankommt!“ haben 20 Schüler der Leistungskurses Kunst am Käthe Kollwitz Gymnasium literarisch und künstlerisch auf Holz gebracht, worum es ihnen im Leben geht.

Angeregt durch das aktuelle Stück „Miriam ganz in Schwarz“ am Kinder- und Jugendtheater haben sie sich in Literatur, Liedern und Comics auf die Suche nach poetischen Zeilen und Sprüchen gemacht.

Die gefundenen Worte haben sie auf zwei Meter lange Bretter gemalt, genagelt, geklebt und illustriert oder kontrastiert. Das Projekt folgt einer süddeutschen Tradition.

Auf den so genannten Totenbrettern wurden im bayerischen und alemannischen Raum bis zum 19. Jahrhundert Tote zuhause aufgebahrt und zum Friedhof getragen. Nach der Bestattung stellte man die Totenbretter versehen mit Sprüchen und Bildern zur Erinnerung an die Verstorbenen und an den Tod am Wegrand auf. Sie sollten den Lebenden eine Mahnung an die Vergänglichkeit des Lebens sein.

Die Totenbretter der Kollwitz-Schüler haben jetzt eine ganz besondere Reise angetreten: Auf der Internationalen Gartenschau in Hamburg sind sie im Ausstellungsbereich „Welt der Religionen“ vom Bundesverband der Friedhofsgärtner zu sehen und werden dort bis Oktober Hunderttausenden von Besuchern präsentiert.

Entwickelt wurde das Kunstprojekt im Auftrag von Martin Strucks von der Friedhofsgärtner Dortmund eG von den beiden Kulturpädagoginnen Birgit Mattern und Manuele Wenz, über die Theaterpädagogin Christine Köck kam der Kontakt zum Käthe Kollwitz Gymnasium zustande.
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