caféplus als „familienfreundliche Gastronomie“ ausgezeichnet!

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(v.l.) Willehad Rensmann, Daniela Schneckenburger und Thomas Josch (caféplus) Foto: Bettina Brökelschen

Mit der Urkunde bescheinigt die Stadt Dortmund nun offiziell: Das öffentliche Café der aidshilfe am Gnadenort bietet allen Dortmunder Kindern und ihren Eltern gute Bedingungen, um sich wohl zu fühlen.
Das von der Stadt in Kooperation mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Westfalen verliehene Siegel

„familienfreundliche Gastronomie“

stellt sicher, dass Angebot, Ausstattung und Einrichtung des Gastronomiebetriebes (Wickeltisch, Spielmaterialien u. ä.) auf die Bedürfnisse von Familien ausgerichtet sind.
Die Dezernentin des Kinder- und Jugendbereichs, Daniela Schneckenburger, überzeugte sich nun ganz persönlich vom Angebot. Ihr Fazit: „Im caféplus zählt der Mensch – unabhängig von seiner gesundheitlichen Situation, seinem Alter, seiner Nationalität und seinem Bildungsstand. Mir gefällt, dass schon Kinder und Jugendliche durch die Begegnung mit an HIV erkrankten Menschen lerne, Vorbehalte abzubauen und eine Person nicht auf ihre Erkrankung zu reduzieren, aber auch Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen.“
Das in 2015 eröffnete, öffentliche caféplus im Brückstraßenviertel wurde bewusst als für alle Dortmunder zugänglicher Ort konzipiert: Trotz des medizinischen Fortschritts (u. a. sind HIV-Positive unter Therapier nicht mehr „infektiös“ und können damit z. B. ohne weitere Schutzmaßnahmen Sex haben oder gesunde Kinder bekommen) halten sich Vorurteile und Ängste in der Bevölkerung hartnäckig. Das caféplus soll hier Möglichkeiten des Kontaktes schaffen und so der Diskriminierung und Ausgrenzung Betroffener entgegen wirken.

In diesem Kontext sind Familien mit Kindern und auch Jugendliche eine besondere Zielgruppe: So kann einerseits Nicht-Betroffenen schon frühzeitig ein realistisches Bild der HIV Thematik vermittelt werden und finden im caféplus auch Präventionsveranstaltungen für Schüler statt. Andererseits werden von HIV betroffene Familien mit besonderen Problemen konfrontiert. Fragestellungen wie „Wie sage ich meinem Kind, dass ich HIV-positiv bin? Wie reagieren die Freunde oder Schulkameraden meines Kindes oder andere Eltern aus dem Kindergarten, wenn sie von meiner HIV-Infektion oder der Infektion meines Kindes erfahren? Was bedeutet es für mein Kind, ein Leben lang mit einer HIV Infektion zu leben?“ werden daher in besonderen, Selbsthilfe orientierten Angeboten für Familien aufgegriffen: So können sich von HIV betroffene Familien z. B. jeden Sonntag beim Familienbrunch oder bei regelmäßigen Freizeitaktionen untereinander austauschen.
Die Auszeichnung als „familienfreundlicher Gastronomiebetrieb“ ist insofern ein weiterer Baustein auf dem Weg, das vorurteilsfreie Zusammenleben HIV-Positiver und Nicht-Betroffener zu fördern.
Rückfragen an: Willehad Rensmann (Geschäftsführung) rensmann@aidshilfe-dortmund.de; Tel.: 0231-1888770
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