Campus am U übergeben

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Durften schon einmal einen Blick in die neugebauten Kollegs am U werfen: Rolf Janßen , Schulleiter Robert Schuman Kolleg, Schuldezernentin Daniela Schneckenburger, Klaus Manegold, der Leiter des Robert-Bosch-Kollegs und Martina Raddatz-Nowack vom Schulverwaltungsamt. (Foto: Schmitz)
 
Das äußere Bild der beiden Kollegs passt sich dem dominierenden Dortmunder U an.

Pünktlich zum Advent öffnete sich im Kolleg-Neubau am U ein Türchen: Schuldezernentin Daniela Scheckenburger konnte vor dem Umzug der beiden Berufskollegs Robert Schuman und Robert Bosch einen Blick in die Gebäude werfen.

Die beiden Berufskollegs mit zusammen rund 6000 Schülern werden in den nächsten Osterferien von ihrem alten Standort an der Sckellstraße in die Neubauten im Unionviertel umziehen, und damit vom Stadtrand mitten ins City-Geschehen wandern.

Beide Schulleiter, Rolf Janßen vom Robert Schuman Berufskolleg und Klaus Manegold vom technisch orientierten Robert Bosch Berufskolleg dürfen sich auf eine erstklassige Ausstattung an den Schulen freuen: So verfügt das Robert Bosch Kolleg, das unter anderem Mediengestalter, Elektrotechniker und Augenoptiker ausbildet, sogar über ein eigenes voll ausgestattetes Filmstudio, die Tourismuskaufleute am Robert Schuman Kolleg bekommen ein komplett eingerichtetes virtuelles Reisebüro.

Allein rund 13 Millionen Euro sind in die Ausstattung der beiden Kollegs geflossen, sie verfügen in Zukunft über 1800 PCs und 1000 interaktive Tafeln. Jeder Schüler hat einen Zugang zu einem Rechner, alles ist miteinander vernetzt, das Bild der interaktiven Tafel kann direkt auf dem PC oder Laptop des Schülers abgespeichert werden, und das Gerät, das auf den ersten Blick wie eine normale Tischlampe aussieht, entpuppt sich als Dokumentenkamera - ein Verwandter des alten Overheadprojektors.

Zwei Musterräume der Kollegs zeigen, wie das in Zukunft aussehen wird. Nur die Computer fehlen noch. Brandneu ist auch das System der Tische in den Klassenzimmern des Robert-Schumann-Kollegs: „Alle unsere Klassenräume sind mit diesen bohnenförmigen Tischen eingerichtet“, erklärt Rolf Janßen. Wenn man die an den Markierungen auf der Tischplatte zusammenstellt, hat man ganz schnell zum Beispiel Gruppenarbeitstische.“

„Damit sind für uns die Standards für die duale Ausbildung erfüllt“, freut sich Klaus Manegold. „Dieses Bewußtsein ist mittlerweile auch in den mittelständischen Betrieben angekommen.“ Mit der neuen Ausstattung sind die beiden Schulen nicht nur auf der Höhe der Zeit, wie Daniela Schneckenburger feststellte, sondern wohl auch der bundesweit bestausgestattete Ausbildungsstandort, so Manegold.

„Bis dorthin war es ein langer Weg, der sich gelohnt hat“ wie Martina Raddatz-Nowack, die Leiterin des Schulverwaltungsamtes festhält: „Die ersten Planungen gehen zurück bis ins Jahr 2003. Die Beschlussfassung zum Bau war 2008. „ Im September dann der Baubeginn, Richtfest war im Oktober 2014.

Geplant wurden die Schulräume im Baukastensystem, Klassenräume bis zu 90 Quadratmetern Größe erlauben je nach Ausbildungsgang Variationen im Unterricht.
An den beiden Schulen lernen viele verschiedene Schüler: Da sind einmal Auszubildende in den dualen Ausbildungsgängen, die ihren Blockunterricht hier absolvieren, es sind Berufsschüler, die nach dem Unterricht zur Arbeit in ihre Ausbildungsbetriebe gehen, es sind aber auch Schüler, die die Fachhochschulreife oder das Abitur dort machen.

Dies Schüler kommen nicht nur aus Dortmund und der Umgebung bis in den Hochsauerlandkreis hinein, sie kommen auch für manchen Unterricht aus ganz NRW und werden für den Blockunterricht in Dortmund untergebracht.
Unterricht ist am Robert Schumann Kolleg auch samstags, in der Woche ist zwischen halb acht und 21 Uhr Schulbetrieb. „Die Schüler werden als auch viele Leben ins Quartier bringen“, ist Daniela Schneckenburger sicher.

Eine große Aula mit rund 400 Sitzplätzen dient in Zukunft als Schauplatz für Ein- und Ausschulungen, Info-Tage, Verabschiedungen und andere Veranstaltungen. Auch hier gibt es ein komplettes Angebot von Veranstaltungs- und Bühnentechnik einschließlich Beamer und Präsentationstechnik.

Dass für eine Schule zwar ein großer Veranstaltunsgraum, aber keine Mensa eingeplant wurde, wundert dann schon. Allerdings: Eine Befragung unserer Schüler und der Lehrkräfte hat zuwenig Nachfrage ergeben“, konstatiert Klaus Manegold: „Nur 18,6 Prozent der Schüler und 28 Prozent der Lehrer haben sich für eine Verlängerung der Mittagspause und ein warmes Mittagessen ausgesprochen.“ Sein Kollege Rolf Janssen ergänzt: „Unsere Schüler und Lehrer wollen das nicht.“
„Wir schauen jetzt mal“, so Manegold und verweist auf die gastronomischen Angebote in der Umgegend. Ob das ausreicht, wird sich zeigen.

Rolf Janssen und seine Schüler freuen sich auf die neuen Räume: „Wir hatten jetzt drei bis vier Containergenerationen an der Sckellstraße, es wird Zeit, das wir umziehen.“

HINTERGRUND:

 Am Robert Bosch Berufskolleg und am Robert Schuman Berufskolleg werden mehr als 6000 Schüler von 210 Lehrern unterrichtet

 Die Stadt mietet das Gebäude, die Baukosten lagen bei rund 80 Mio Euro

 Bauabschluss war im Oktober 2015

 Die Brutto-Geschossfläche beträgt 31600 Quadratmeter, davon entfallen auf das Bosch Kolleg 13800 und auf das Schuman Kolleg 14200 Quadratmeter, die gemeinsam genutzte Aula ist 3600 Quadratmeter groß

 Die Tiefgarage mit 510 Stellplätzen und 17000 Quadratmetern ist schon in Betrieb

 Für die Ausstattung der Räume wurden knapp 13 Mio Euro investiert

 In ein Kompetenzzentrum auf dem Gelände wird das Unternehmen Thyssengas GmbH einziehen
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