CDU möchte Zukunft der Dortmunder Jugendschutzstelle geklärt wissen

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Dortmund: Rathaus | CDU besuchte Jugendschutzstelle an der Münsterstraße

Um sich einen persönlichen Eindruck zu verschaffen besuchten die Mitglieder der CDU-Fraktion im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie die Jugendschutzstelle des SkF (Sozialdienst katholischer Frauen) an der Münsterstraße. In einem Gespräch mit der Leiterin der Jugendschutzstelle, Frau Erlbruch, wurde schnell deutlich, wie enorm wichtig die Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 – 18 Jahren ist. Die Einrichtung, die an 365 Tagen im Jahr erreichbar ist, bietet maximal zehn Plätze an, die das ganze Jahr über fast immer vollständig belegt sind. Kinder und Jugendliche, die auch schon mal drei Wochen oder länger in der Einrichtung verweilen, finden hier Ansprechpartner, die ihnen zuhören und mit ihnen gemeinsam überlegen, wie es weiter gehen kann.

Der jugendpolitische Sprecher der CDU, Christian Barrenbrügge, zeigt sich beeindruckt von der engagierten, schnellen und unbürokratischen Hilfe, die die Einrichtung anbietet.
„Kinder und Jugendliche, die seitens des Dortmunder Jugendamtes Inobhut genommen werden finden in der Einrichtung ebenso Platz, wie Kinder, die freiwillig ihre Familien verlassen und Auswege aus der vorhandenen Lebenskrise suchen. So bedauerlich es auch ist, dass so viele junge Menschen Hilfe suchen oder in Familien leben, in denen ein annähernd „normales“ Leben nicht möglich erscheint, da Vernachlässigung oder Kindeswohlgefährdung den Tagesablauf bestimmen, umso erfreulicher ist es, dass die Jugendschutzstelle für diese Kinder und Jugendlichen da ist. Es wird ihnen ein sicheres Umfeld geboten und eben auch die Möglichkeit, in Gesprächen neue Wege zu finden, wie es weiter gehen kann. Eine Großstadt, wie es das Oberzentrum Dortmund ist, benötigt so eine Hilfseinrichtung“, so Barrenbrügge.

Ein Knackpunkt ist nun allerdings, dass der langjährige Vertrag mit der Stadt zum 31.12.2015 gekündigt wurde. Welche Gründe dafür vorliegen oder was das Jugendamt damit bezweckt, ist noch nicht klar. Barrenbrügge will daher unter anderem diese Fragen in der nächsten Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses geklärt wissen. Denn nicht nur, dass eine Jugendschutzstelle, in der junge Menschen Inobhut genommen werden, eine Pflichtaufgabe der Stadt ist. In diesem Fall hängen auch einige Mitarbeiter in der Luft, die sicher gerne wüssten, wie es für sie weiter geht oder, ob ihnen eventuell die Kündigung droht.
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