Drogenkonsumraum erweitert

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Das Spritzen im Drogenkonsumraum rettet Leben.
Verbesserte Möglichkeiten der Risikominimierung für Drogenabhängige ermöglicht ab sofort eine Ausweitung der Kapazitäten des Drogenkonsumraumes in Trägerschaft der Aidshilfe: Mit finanzieller Unterstützung der Stadt konnten die Plätze zum Rauchen von Heroin, das im Vergleich zum Spritzen der Droge deutlich weniger Gefahren beinhaltet, aufgestockt werden.
Das NRW-Gesundheitsministerium genehmigte das entsprechende Konzept, mit dessen Hilfe noch mehr Drogenabhängige zum Umstieg vom Spritzen zum Heroin-Rauchen motiviert werden sollen. Bereits heute konsumieren im Dortmunder Drogenkonsumraum in der Drogenhilfeeinrichtung „Kick“ fast 60 Prozentder Klienten ihr Heroin auf diese Weise, bei der u. a. das Risiko einer HIV- oder Hepatitis-Infektion oder Überdosierungen „gegen Null“ reduziert werden können.
Um diesen Trend verstärken und dazu auch die entsprechenden Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen zu können, stehen somit ab sofort zehn „Raucherplätze“ neben den acht Plätzen zum intravenösen Konsum zur Verfügung.
Stadträtin Birgit Zoerner dazu: „Die Raucherplätze im Drogenkonsumraum sind ein wichtiger Baustein im Drogenhilfesystem unserer Stadt. Ich freue mich, dass es – trotz der finanziell schwierigen Situation der Stadt – in Dortmund immer wieder gelingt, die Hilfen für Drogenkranke sogar auszubauen und weiterzuentwickeln. Die Raucherplätze verbessern die Gesundheit und die Überlebenschancen dieser Menschen“.
Unterstützt wird diese Maßnahme durch ein von der Deutschen AIDS-Hilfe koordiniertes Bundesmodellprojekt, an dem die Drogenhilfeeinrichtung Kick als einer von bundesweit fünf Standorten beteiligt ist: Im Modellprojekt „Smoke it“ werden neue Interventionsmethoden und innovative Präventionsmedien und -materialien entwickelt und erprobt, um Heroinabhängige zum Umstieg auf die risikoärmere Konsumvariante zu motivieren.
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