DSW21 setzt auf Geben und Nehmen

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Stadtbahnwagons im Betriebshof in Dorstfeld: Für die Neuanschaffung von Wagen im Nord-Süd-Verkehr braucht die DSW21 Geld. Insgesamt hat sich die Zahl der Fahrgäste im vergangenen Jahr leicht erhöht. (Foto: DSW21)

"Schütt aus und hol zurück" heißt die Devise bei der DSW21. Ein Verfahren, das so zum ersten Mal in einer Kommune in Nordrhein-Westfalen angewendet wird, nachdem NRW-Innenminister Ralf Jäger seine Zustimmung gegeben hatte.

14,6 Millionen Euro könnte die DSW für die klamme Stadt lockermachen, Mittel, die dann als Eigenkapital wieder an die DSW zurück fließen, um die Liquidität des Unternehmens zu erhöhen. Die Stadt will von den 14,6 Millionen aber nur 5,6 Millionen in Anspruch nehmen, so der Vorstandsvorsitzende der DSW, Guntram Pehlke.

Das Geld wird unter anderem gebraucht, um neue Stadtbahnwagen zu kaufen: " Nachdem auf der Ost-West-Achse schon neue Wagen angeschafft wurden, müssen nun auch die B-Wagen im Nord-Süd-Verkehr ersetzt werden", so Pehlke.

Phoenixsee gut vermarktet

Bei der Vorstellung der Bilanz für das vergangene Jahr wird deutlich: Der Gewinn des Unternehmens ist zurückgegangen: "Das geplante Ergebnis wurde um 3 Millionen und das Vorjahresergebnis um rund 20 Millionen unterschritten." Unterm Strich bleibt nach Steuern ein Gewinn von 0,8 Millionen übrig. Positiv haben sich dabei die gute Vermarktungslage am Phoenixsee und dem Baugebiet Hohenbuschei niedergeschlagen, auch der Flughafen weist ein niedrigeres Defizit aus.

42 Mio Euro brachten Beteiligungen

Diverse Beteiligungen (Gelsenwasser, STEAG, EDG und andere brachten rund 42 Millionen in die Kasse und erfüllten nicht nur die Erwartungen, denn die RWE-Aktien brachten mit 2 Euro Dividende pro Stück mehr als geplant.
Auf der Negativseite macht sich die Erhöhung des Übersteigserausgleichs innerhalb des VRR mit 1,7 Millionen Euro bemerkbar, für die Beförderung Schwerbehinderte gab es weniger Geld, außerdem belasten die Kosten für Service und Bewachung sowie eine Tariferhöhung für die Beschäftigten der DSW die Bilanz.

Dabei hat sich die Zahl der Fahrgäste um 900 000 auf 134,9 Millionen erhöht.
Stabile Strukturen im Energiebereich und wirtschaftlich gesunde Töchter wie die Dogewo und Dokom seien wichtig für ein Unternehmen, das viele kommunale Aufgaben stemmen muss, so der Tenor von Guntram Pehlke.
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