Empfang zum Neuen Jahr

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Stehende Ovationen gab es im Konzerthaus beim Neujahrsempfang der Stadt, als die Dortmunder Philharmoniker mit Gabriel Feltz, dem Opernchor der Theaters, Solisten und dem Jugendkonzertchor und Sinfonischen Chor der Chorakademie aufs Neue Jahr einstimmten. (Foto: Schmitz)
 
berbürgermeister Ullrich Sierau und Bürgermeisterin Birgit Jörder begrüßten Gäste aus Politik, Unternehmen, Verwaltung, Vereinen, Kirchen im Konzerthaus. (Foto: schmitz)

"Diese Vision ist wichtiger denn je", bedankte sich Generalmusikdirektor Gabriel Feltz nach langem Applaus beim Neujahrsempfang für "Ludwig van Beethovens "Ode an die Freude". Erfreulich ist, laut Oberbürgermeister Ullrich Sierau, der im Konzerthaus zahlreiche Gäste aus Bildung, Forschung, Verbänden, Kultur und Handwerk begrüßte, auch 2017, ein durchaus erfolgreiches Jahr für die Stadt gewesen.



"Das war so nicht zu erwarten", freut sich Ullrich Sierau, dass die gute Entwicklung der Stadt, heute mit über 600.000 Dortmundern, die Prognosen der Statistiker Lügen straft. Denn Dortmund ist Bevölkerungs-Spitzenreiter in der Metropole Ruhr. "Das entsteht nicht über Nacht und durch Fingerschnippen", verwies das Stadtoberhaupt auf erfolgreiche Arbeit vieler. Er spricht vom Gemeinsinn, etwas gemeinsam anzupacken, in die Hände zu spucken und loszulegen. Und das sei in Dortmund ein hohes Gut, das nicht selbstverständlich sei. "Wir sind kein A-, aber der prominente B-Standort und es gibt viele Kräne, viele Investitionen und viele Projekte", sprach Sierau auch die Dynamik der Entwicklung an. Und das liege nicht nur an der Ansiedlung der großen, wie Amazon, sondern auch an vielen kleinen Unternehmen, die für die Stadt wichtig seien. In Dortmund sei mit WILO aus einem Familienunternehmen ein internationaler Weltmarktführer gewachsen. Ein Vorzeigeprojekt der Stadt sei der Technologiepark mit 280 Unternehmen und rund 11.000 Beschäftigten. Und das Ende der Fahnenstange sei noch nicht erreicht.

Heute schon sieben Hochschulen

Erfolgreich mache den Technologiepark und das Technologiezentrum die enge Verzahnung mir Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen, deren Zahl auf sieben gewachsen ist. Die TU Dortmund feiert 2018 ihr 50-jähriges Bestehen: "Diese 50 Jahre haben der Stadt sehr gut getan", bedankt er sich auch bei Universitäts-Rektorin Prof. Dr. Ursula Gather. Denn gerade die Uni mache Dortmund immer attraktiver für wirtschaftliche Entwicklung.
Ein weiterer erfreulicher Fakt: Mit 330.000 Beschäftigten, rund 230.000 davon sozialversichert, erreiche die Stadt die höchste Zahl seit diese statistisch erfasst werde.
Trotzdem sei die Anzahl der Arbeitslosen noch zu hoch. Mit Landesmitteln wolle Dortmund jetzt eine Blaupause für Arbeitsmarktpolitik auf Bundesebene liefern, spricht Sierau das Modellprojekt "Service Center lokale Arbeit" an, welches Langzeitarbeitslose in sozialversicherungspflichtige Stellen vermitteln will.

"Da ging es um Leben und Tod"

Wichtig sei in der wachsenden Großstadt der Wohnungsbau: Mit Millionen Fördermitteln wurde gebaut, über 1000 Wohnungen entstanden neu, "so dass Leute nicht aus der Stadt getrieben werden wie in Düsseldorf oder Münster", sagt der Oberbürgermeister.
Auch, dass die Räumung der über 400 Wohnungen im Hannibal von der Stadt nicht mutig gewesen sei."Da ging es um Leben und Tod", betont Sierau, der hofft, dass der Eigentümer des Hochhauses endlich seinen Beitrag leistet, damit der Dorstfelder Hannibal wieder bewohnbar wird.
Einen erfreulichen Zulauf hätten die vielen beliebten Veranstaltungen in Dortmund gehabt. Neu hinzu komme 2018 ein Physik-Festival", im September welches Prof. Metin Tolan nach Dortmund geholt habe. Und nachdem Ullrich Sierau die sportlichen Erfolge der Ruderer, der fünffachen Box-Weltmeisterin Christina Hammer, der Leichtathletin Gina Lückenkemper und die Goldmedaillen Hans Peter Dursts würdigt, denkt er an ein Fußbballspiel zurück: "Wir haben sehr viel mitgemacht. Die Gewalt einiger Chaoten auf friedliche Fans aus Leipzig. Das war nicht das wahre Dortmund."
1.260.000 Besucher übernachteten 2017 in Dortmund. "Das sind Konstellationen, um die uns viele beneiden", weiß Ullrich Sierau, auch, dass dies nicht nur am BVB liege. "Wir werden Benedikt Stampa ziehen lassen müssen", bedankt er sich beim Konzerthaus-Intendanten für 13 wundervolle Jahre. Ihm folge Dr. Raphael von Hoensbroech.

Kreative stellen #+etwas auf die Beine

Neu seien auch Theaterdirektor Tobias Ehringer und Edwin Jacob an der Spitze des U, der Dortmund die Pink Floyd-Ausstellung beschere, die europaweit bislang nur in London und Rom zu sehen war. "London, Rom, Dortmund - das ist ein Dreiklang, der uns gefällt", sagt Sierau lachend. Von den "Neuen" wünscht er sich, "Dass sie uns helfen, die Stadt weiter nach vorne zu bringen."So wie Kay Voges. Der Schauspiel-Chef habe vieles anders und neu gemacht. Bundesweit beachtet und hochgelobt. " Kay Voges denkt über eine Akademie nach und zeigt, dass sich Kreative und Innovative für Dortmund entscheiden und richtig etwas auf die Beine stellen."
Und das Stadtoberhaupt dankt auch dem Rat für seine Geduld die Unterfinanzierung zu ertrage und, das unheimliche Verantwortungsbewusstsein auf dem Weg zur Entschuldung, ohne übermütig zu werden.
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