Frauenpower im Rathaus: Große Feier zum internationalen Frauentag

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Ganz schön was los: Im Dortmunder Rathaus wurden bei guter Laune der Internationale Frauentag gefeiert, mehr Chancengerechtigkeit in vielen Bereichen eingefordert und auf Ungerechtigkeiten hingewiesen.Foto: Schmitz (Foto: Schmitz)
Das Gleichstellungsbüro hat auch in diesem Jahr wieder die Feierlichkeiten zum Internationalen Frauentag am 8. März organisiert. Unter dem Motto „Vernetzt Euch!“ hatten Vereine, Verbände und Organisationen ein vielseitiges Programm zusammengestellt.

Alle Dortmunderinnen waren eingeladen, den Tag im Rathaus zu nutzen, um sich zu vernetzen, zu informieren und das Kulturprogramm mit dem Chor Belcando zu genießen. Bürgermeisterin Birgit Jörder und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Maresa Feldmann eröffneten die Veranstaltung und begrüßten die mehr als 500 Teilnehmerinnen.

Insgesamt 13 Foren zu unterschiedlichen Themen luden zum Mitmachen ein. Die Teilnahme war kostenfrei. Der Internationale Frauentag lädt ein zum Feiern, denn vieles konnte in den letzten rund 100 Jahren in Sachen Frauenrechte verbessert werden. Andererseits ist dies auch ein Tag, um auf die noch bestehenden Nachteile und Handlungsfelder aufmerksam zu machen und mehr Chancengerechtigkeit einzufordern.

Gerade in der heutigen Zeit, mit dem aufkommenden Rechtspopulismus und damit einhergehender antifeministischer Angriffe, brauche es ein starkes Bündnis und eine starke Positionierung aus der Zivilgesellschaft, um deutlich Zeichen zu setzen gegen eine Rückwärtsbewegung in der Gleichstellungsdebatte, so die Veranstalter.

Diese politische Sorge wird auch von der Gruppe Pussyhats United geteilt – eine Gruppe junger Frauen, die sich mit frischen Ideen und Aktionen an der Veranstaltung beteiligt und im eigenen Umfeld politisch aktiv ist.
Die Feierlichkeiten sind auch der Auftakt zu weiteren Veranstaltungen des Gleichstellungsbüros im März. Zu nennen ist insbesondere der Equal Pay Day, der dieses Jahr am 18. März stattfindet und auf die Lohnungleichheit der Geschlechter aufmerksam macht. Zusammen mit dem Dortmunder Aktionsbündnis, welches inzwischen aus mehr als 40 Organisationen besteht, wird eingeladen am Protestmarsch und am anschließenden Red-Lunch teilzunehmen. Infos zu Veranstaltungen des Gleichstellungsbüros der Stadt gibt's unter www.gleichstellungsbuero.dortmund.de.

Frauen auf dem Vormarsch

Für die Stadtverwaltung Dortmund sieht Oberbürgermeister Ullrich Sierau „Frauenpower auf dem Vormarsch“. Noch vor 30 Jahren führten Frauen gerade einmal 5,3 Prozent der Abteilungen und 13,4 Prozent der Teams. Höhere Führungspositionen waren fest in Männerhand. Heute werden mit Diane Jägers, Daniela Schneckenburger und Birgit Zoerner bereits drei von sieben Dezernaten von Frauen geführt und die Fachbereiche werden zu knapp einem Viertel von Frauen geleitet.

„Das ist eine erfreuliche Entwicklung“, so der Oberbürgermeister. „Und wir werden sie weiter vorantreiben. Frauen sind die Führungskräfte der Zukunft!“
Auf Bereichsleitungsebene ist der Frauenanteil in den letzten Jahren stetig angestiegen und liegt jetzt bei einem Drittel. Tendenz steigend, knapp die Hälfte der Teams in der Stadtverwaltung wird bereits von Frauen geführt und der demographische Wandel eröffnet Frauen in der Stadtverwaltung weitere Chancen und Perspektiven.

Maresa Feldmann, Gleichstellungsbeauftragte: „Wir sind auf einem guten Weg. Wir haben großartige Frauen in Führungspositionen, die anerkannt und wertgeschätzt werden. Dies ist ein stetiger Prozess, der innerhalb der Verwaltung gewünscht und gefördert wird.“

Frauen haben bei der Stadt Führungsverantwortung auf allen Ebenen. Sie leiten Teams, Bereiche, Abteilungen und Geschäftsbereiche.

Seitdem vor rund 100 Jahren der internationale Frauentag ins Leben gerufen wurde, hat sich hinsichtlich der Frauenrechte Einiges getan. Vieles wurde erreicht. Nach wie vor gibt es jedoch einige Bereiche, in denen Frauen auch heute noch benachteiligt sind. Daher wurde im Dortmunder Rathaus bei guter Laune und geselligem Beisammensein gefeiert und auch mehr Chancengerechtigkeit eingefordert und auf Ungerechtigkeiten hingewiesen.
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