Gehaltsunterschiede bei ServiceDO sind untragbar

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Dortmund: Klinikum Dortmund | Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN unterstützt im Rahmen der Tarifverhandlungen die Forderung der Gewerkschaften ver.di und Komba nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit beim Dortmunder Klinikum und der im Jahr 2005 ausgegliederten Servicegesellschaft ServiceDO. Mehr als 5 Euro Gehaltsunterschied pro Stunde für dieselbe Arbeit sind untragbar, sagen die Linken & Piraten.

Die Fraktion erinnert daran, dass das Klinikum bei der Ausgliederung aus dem Kernhaushalt der Stadt mit einer denkbar knappen Kapitaldecke ausgestattet worden ist. „Es war damals klar und gewollt, dass sich das Klinikum als gGmbH verschulden und einen Niedriglohnsektor etablieren muss, um überhaupt angesichts der viel zu knappen Kapitalbasis lebensfähig zu sein", so der finanzpolitische Sprecher Carsten Klink (Foto, DIE LINKE).

Seit Jahren fordern die Linken & Piraten Tariflöhne für die Kolleginnen und Kollegen von ServiceDO. Erst in der jüngsten Ratssitzung sprach Carsten Klink in der Debatte um das Tariftreue- und Vergabegesetz NRW die stadteigenen Gesellschaften an und wies dabei speziell auf ServiceDO hin. Oberbürgermeister Sierau, gleichzeitig auch Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums, zeigte sich in dieser Ratssitzung zuversichtlich, dass man eine Lösung finden werde.

„Dass es bei ServiceDO - wie eigentlich sonst nur in gewerkschaftsfeindlichen Ausbeuterklitschen - keine Tariflöhne gibt, liegt durchaus im Verantwortungsbereich von Oberbürgermeister Sierau, den wir hier beim Wort nehmen“, so Ratsmitglied Carsten Klink (DIE LINKE).

Aus Sicht der Linken & Piraten leisten die ServiceDO-Beschäftigten wichtige, im Bereich OP/Intensivreinigung im wahrsten Sinne des Wortes überlebenswichtige Arbeit. Diese müsse nun nach zehn Jahren ohne Gehaltserhöhung - und dem damit verbundenen Kaufkraftverlust von 17 Prozent - endlich entsprechend ordentlich finanziell honoriert werden. „Bei der Erhöhung der Aufsichtsratsvergütung für das Klinikum war der Kaufkraftverlust übrigens auch ein Argument von Herrn Sierau", merkt Carsten Klink süffisant an. Nun sollte sich der Oberbürgermeister doch bitte auch an sein Versprechen aus dem Wahlkampf erinnern, in dem er auf Druck seines linken Gegenkandidaten Dr. Christian Tödt, der ebenfalls Mitglied des Klinikum-Aufsichtsrates ist, eine Tarifbindung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ServiceDO versprochen hatte.
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