Großes Lob für Dortmund

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Die Dortmunder Delegation mit dem Nachhaltigkeitspreis (v.l.) Christoph Struss (Agenda-Büro Bürgerinteressen und Zivilgesellschaft), Dr. Rainer Mackenbach (Leiter des Umweltamtes), Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Ludger Wilde (Leiter des Stadtplanungs- und Bauordnungsamtes). (Foto: Stadt DO/ Thomas Kampmann)

„Die Ruhrmetropole Dortmund arbeitet kontinuierlich daran, sich von den industriellen Altlasten zu befreien.

Mit zahlreichen Maßnahmen zeigt die Stadt, dass dieser Kraftakt gelingen kann.“


Und weiter: „Dortmund begreift Nachhaltigkeit als wirksame Strategie zur Unterstützung des Strukturwandels“, heißt es in der Begründung.
Oberbürgermeister Ullrich Sierau nahm den diesjährigen Preis jetzt entgegen. Karlsruhe und Nürnberg hatten das Nachsehen. Als beispielhaft gilt u.a. das Projekt Phoenix.

„Hier geht Dortmund das Flächenrecycling der zahlreichen Industriebrachen mutig und erfolgreich an und übernimmt vor allem beim Thema Wasser im Ruhrgebiet eine Vorreiterrolle. Vorbildlich sind auch die umfangreichen Maßnahmen im Bereich Integration“, zitierte Stefan Schulze-Hausmann, Initiator und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V., die Jury.

In Dortmund wird der Strukturwandel auf beeindruckende Weise mit nachhaltig ausgerichteten Strategien und Maßnahmen unterstützt. „Wir begegnen den spezifischen Herausforderungen in unserer Stadt aktiv. Wir setzen ein umfangreiches Nachhaltigkeitsmanagement über integrierte Stadtentwicklungskonzepte sowie zahlreiche Aktions- und Masterpläne um. Ich freue mich besonders, dass sich unsere Stadt auch durch die hervorragende Bildungs- und Integrationsarbeit auszeichnen konnte“, so der Oberbürgermeister. Die Jury würdigte die Stadt somit für ihr überzeugendes und erfolgreiches Maßnahmenportfolio in den verschiedenen Themenfeldern nachhaltiger Stadtentwicklung mit der Wahl zu „Deutschlands nachhaltigster Großstadt 2014“.

In der Begründung heißt es wörtlich: „Die an nachhaltiger Entwicklung ausgerichteten Maßnahmen und Projekte sind vielfach Chefsache. Der Geschäftsbereich „Zivilgesellschaft und Bürgerinteressen“ ist direkt im Amt des Oberbürgermeisters angesiedelt. Durch vielfältige verwaltungsweite Beteiligungsinstrumente und den breiten Einbezug von Menschen, Unternehmen und lokalen Einrichtungen gelingt es, hohe Akzeptanz für den Nachhaltigkeitsgedanken zu schaffen. Auch wird der besonderen Bedeutung regional vernetzten Handelns auf dem Weg zur Nachhaltigkeit durch intensive Kooperationen beispielsweise mit anderen Ruhrgebietsstädten nachgekommen.

Im Bereich Klima- und Ressourcenschutz wird auf die Entwicklung von Effizienztechnologien und eine nachhaltig angelegte Umstrukturierung ehemaliger Industrieflächen gesetzt. Der „Masterplan Energiewende“ wurde in einem aufwändigen Partizipationsverfahren entwickelt. Er dient zur Steuerung der zahlreichen Maßnahmen in den Bereichen Klimaschutz, Energie- und Wärmeversorgung, Mobilität sowie Bildung. Das Instrument macht eindrucksvoll deutlich, wie Synergien zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielen möglich sind. Der CO2-Ausstoß sowie die Energiekosten öffentlicher Gebäude konnten deutlich gesenkt und bemerkenswerte Erfolge beim ökologischen Umbau des Gewässersystems verzeichnet werden.

Von Stadtseite wird die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure in themenbezogenen Netzwerken unterstützt: Die „Initiative Effizienz“ oder der regionale Lenkungskreis „Elektromobilität“ bringen Innovationen auf den Weg. Dortmund profiliert sich auch durch eine hervorragende Bildungs- und Integrationsarbeit auch als Wissens- und Kulturstandort. Im Jahr 2014 wurde an der FH der einzigartige Studiengang „Armut- und Flüchtlingsmigration“ geschaffen. Das Beispiel zeigt, wie durch einen engagierten Umgang mit den spezifischen Herausforderungen Kompetenzen entwickelt wurden, die positiv in andere Nachhaltigkeitsfelder ausstrahlen.“
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Heiko Müller aus Dortmund-City | 20.12.2014 | 11:53  
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