Grüne kritisieren Informationspolitik zu Schäden an Turnhallen

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Als in Bochum eine ganze Reihe Turnhallen wegen Konstruktionsfehlern bei 30 Jahre alten Heraklit-Platten geschlossen werden mussten, ließ die Stadt Dortmund umgehend verlauten, dass eine solche Gefahr in Dortmunder Turnhallen nicht bestehe. Fünf Tage später wurde dann doch eine Überprüfung angeordnet. Mit dem Ergebnis, dass jetzt neun Hallen wegen teils „gravierender Schäden“ gesperrt wurden. Weitere können folgen.

Barbara Brunsing, Mitglied der Grünen im Sportausschuss: „Vor wenigen Tagen waren die Turnhallen laut Aussage der Verwaltung noch sicher und systematisch überprüft. Jetzt haben bereits neun Hallen gravierende Schäden und müssen auf unbestimmte Zeit geschlossen werden. Das stärkt nicht gerade das Vertrauen in die Stadt. Zumal hier von Fehlern die Rede ist, die offenbar schon vor 30 Jahren bei der Installation der Deckenplatten gemacht wurden. Es ist wohl mehr dem Glück als den systematischen Überprüfungen durch ein eigenes Kompetenz-Center zu verdanken, dass sich bislang noch keine der Platten während des Sportbetriebs gelöst hat. Durch eine Informationspolitik nach Salami-Taktik entsteht ein doppelter Schaden: Zum einen geht die Glaubwürdigkeit städtischer Informationen an die Bürger verloren. Und zum anderen steht die Frage im Raum, was denn das Kompetenz-Center über die Jahre gemacht hat und wie kompetent da geprüft wurde. Verantwortungsvoller wäre es gewesen, direkt nach dem Vorfall in Bochum auch Prüfungen für die Dortmunder Turnhallen anzukündigen.“

Dirk Logermann, Mitglied der Grünen im Bauausschuss: „Die Städte unterliegen einer Verkehrssicherungspflicht und müssen ihre Gebäude regelmäßig inspizieren. Wir würden gerne wissen, wie dies in Dortmund umgesetzt wird. Im nächsten Ausschuss werden wir die Verwaltung deshalb bitten, darzustellen, wie diese Prüfungen umgesetzt werden und zu erklären, wie es zu der ersten Fehleinschätzung kam.“
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