Jetzt wird trainiert: „Barrikaden-Ballett“ gegen die Nazidemo

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Kunst gegen Rechts: In Workshops beim Theater wurden die Spiegelwürfel gebaut, am Sonntag wird mit ihnen ein Ballett aufgeführt. (Foto: Schmitz)
Dortmund: Katharinentreppe |

Zur Vorbereitung gegen die geplante Nazidemo am 4. Juni ist am Sonntag, 29. Mai, ein Training mit Würfeln geplant, um zu einer Choreographie ein riesiges „Barrikaden-Ballett“ einzuüben. Alle Dortmunder sind eingeladen, am Sonntag um 11.30 Uhr zur Katharinentreppe gegenüber des Dortmunder Hauptbahnhofs zu kommen, um die Choreographie unter der Leitung der internationalen Künstlergruppe "Tools for Action" mit zu gestalten.

100 zusammengeheftete Würfel werden dabei eine zweistöckige Mauer von 75
Metern Länge und drei Metern Höhe bilden. Ihre spiegelnden Oberflächen werden zu einer reflektierenden Wand, die der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten soll. Gleichzeitig aber können die einzelnen Würfel auch für eine große Performance eingesetzt werden, die auch taktische Funktionen in einem Demonstrationskontext haben kann.
Die internationalen Künstler von "Tools for Action", das Schauspiel Dortmund, das Respekt-Büro der Stadt Dortmund und 14 Dortmunder Schulen bereiten diese koordinierte Gegenaktion zum sogenannten „Tag der deutschen Zukunft“ vor. Nahezu 100 Würfel wurden bereits von der Bevölkerung gebaut.
Das riesige silberne „Barrikaden-Ballett“ soll verdeutlichen, dass sich
viele in Dortmund solidarisch zeigen und ein Netzwerk des Widerstands gegen
die Angst vor der Gewalt der Nazis bilden. Am 4. Juni 2016 sollen die
Spiegelwürfel von den einzelnen Gruppierungen des Widerstands eingesetzt
werden. Die „Spiegelbarrikade“ wird auch durch Crowdfunding finanziert.
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Manuela Burbach-Lips aus Dortmund-City | 26.05.2016 | 19:38  
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