LINKE & Piraten: Geschönte Arbeitsmarktzahlen

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Carsten Klink, Mitglied der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN
Dortmund: Rathaus |

Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN kritisiert die aktuellen Arbeitsmarktzahlen und bezeichnet sie als „geschönt“.

In Dortmund und Lünen waren im Mai 36.253 Menschen arbeitssuchend gemeldet. Davon beziehen allerdings „nur“ 6.292 Menschen von der Arbeitsagentur Arbeitslosengeld. 29.961 Menschen jedoch sind Kunden des Jobcenters, also Langzeitarbeitslose und Hartz IV-Bezieher.

„Beide Quoten gingen nur geringfügig im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,6 Prozent zurück. Das Hervorheben von minimalsten Verbesserungen ist Schönfärberei. An der strukturellen Arbeitslosigkeit hat sich nicht geändert. Immer noch sind rund 83 Prozent der Arbeitssuchenden Kunden des Jobcenters. Und selbst diese Statistik ist noch geschönt, da kurzfristig arbeitsunfähige Krankgeschriebene nach ihrer Gesundung statistisch nicht mehr als langzeitarbeitslos gelten und über 58-jährige Arbeitssuchende ohne Jobangebot in den vergangenen zwölf Monaten komplett aus der Arbeitslosenstatistik gestrichen werden“, kritisiert Carsten Klink, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN.

Des Weiteren kritisieren Linke und Piraten, dass der immer wieder von der SPD angekündigte Ausbau des öffentlich-geförderten Beschäftigungssektors in Dortmund nicht vorankommt. „SPD-Arbeitsministerin Nahles hat ihren großen Worten bei der diesjährigen Dortmunder Arbeitsmarktkonferenz bis jetzt auch keine Taten folgen lassen. Vielmehr werden dieses Jahr bundesweit voraussichtlich insgesamt weniger Menschen an Maßnahmen der öffentlich-geförderten Beschäftigung teilnehmen, als es bei Amtsantritt von Andrea Nahles der Fall war", sagt Ratsmitglied Carsten Klink.
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