Linke & Piraten lehnen geplanten Ausbau der Semerteichstraße ab

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Wilhelm Auffahrt, Verkehrsexperte der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN.
Dortmund: Rathaus |

Den geplanten Ausbau der Semerteichstraße von der B1 bis zur Halleschen Straße sowie den vorgeschlagenen Umbau des Hellwegs zwischen Innenstadt und Brackel lehnt die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN in dieser Form strikt ab.

„Diesen Projekten werden wir so auf keinen Fall zustimmen“, sagt Wilhelm Auffahrt, sachkundiger Bürger für die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN im Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen. In diesem Ausschuss soll am 2. Dezember der so genannte „Planfall 3“ empfohlen werden, der diese Ausbaupläne aber nur grob umreißt – inklusive einer Anbindung des geplanten B1-Tunnels an die Semerteichstraße. „Das ist ein Witz“, sagt Wilhelm Auffahrt. „Diese Anbindung ist doch bereits vor Jahren gerichtlich gescheitert.“

Doch auch die weiteren Pläne in Bezug auf die Semerteichstraße verärgern den linken Politiker. „In den städtischen Planungen ist völlig nebulös von einem Neubau der Semerteichstraße die Rede. Mitgeteilt wird nur, dass die Straße Richtung Norden bis zur Halleschen Straße weitergeführt werden soll. Doch die genaue Route wird nicht bekannt gemacht. Alle möglicherweise betroffenen Anwohner sind also noch völlig ahnungslos. Hat man sie vorher dazu befragt?“

„Die Anwohner, die jetzt in den ‚Genuss’ der Neubaustrecke kommen sollen, werden einer sehr starken Verkehrs- und Lärmbelastung ausgesetzt und zwar wesentlich heftiger als bisher“, befürchtet Auffahrt. Denn die neue Süd-Nord-Strecke würde neben dem Normalverkehr garantiert auch noch eine erhebliche Menge Schwerlastverkehr aus den Industrie- und Gewerbegebieten um die Hannöversche Straße aufnehmen. Die Brummis können dann die neue Straße wunderbar als Abkürzung nach Westen, Süden oder Osten zur B1 nutzen, sagt Auffahrt.

Nötig sei die geplante Verlängerung der Semerteichstraße keineswegs, argumentiert Auffahrt: Die Industrie- und Gewerbegebiete sind bereits jetzt bestens über die B236 ans überregionale Autobahnnetz angebunden. Das gelte auch für die Industriegebiete im Norden der Stadt, die über die B236 sehr gut zu erreichen seien. Zusätzliche Verkehre und zusätzlichen Lärm und Feinstaub etc. zu erzeugen, sei wahrlich nicht nötig.

„Und dass wir dem Umbau des Hellwegs nicht zustimmen, versteht sich wohl von selbst“, sagt Wilhelm Auffahrt. „Da sind einfach noch viel zu viele Fragen offen. In welcher Form soll denn der Hellweg umgebaut werden? Soll er breiter werden? Schmaler? Wird er gar untertunnelt? Darüber wird kein Wort verloren. Das ist alles bisher völlig undefiniert.“
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