Linke und Piraten wütend über HSP-Schließung - Dortmund verliert rund 350 Arbeitsplätze

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Spundwände auf einer Baustelle wie sie einst auch in Dortmund produziert wurden. (Foto: Хрюша)
Dortmund: HSP |

Die Ära von Hoesch Spundwand und Profil (HSP) ist nun nach 113 Jahren endgültig Geschichte. Am Abend des 17. Dezembers lief der letzte Block durch das Walzwerk. Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN nimmt die Schließung enttäuscht zur Kenntnis und kritisiert massiv die Dortmunder Parteien von SPD und CDU, den SPD-Oberbürgermeister sowie die SPD geführten Landesregierungen von NRW und Niedersachsen. Das Land Niedersachsen ist mit rund 26,5 Prozent an der HSP-Muttergesellschaft, dem Salzgitter Konzern beteiligt, der letztlich die Schließung beschlossen hat.


"Während man auf der außerordentlichen Betriebsversammlung den HSP-Beschäftigten noch Hoffnung machte, danach großspurig Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Gabriel (SPD) unterstützte, von denen man nie wieder etwas gehört hat, und die SPD-Landesregierung von NRW mit der SPD-Landesregierung von Niedersachsen sprechen wollte, wurde schon längst der Kauf und die Anschlussnutzung des Dortmunder HSP-Geländes durch die Stadt durchgespielt", so der finanzpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN, Carsten Klink.

Die HSP-Beschäftigten wurden schlicht veräppelt, die Schließung beschlossen und mit politischem Flankenschutz von SPD und CDU eiskalt durchgezogen, so Ratsmitglied Klink. Die ganzen Solidaritätsaktionen von SPD und CDU seien letztlich nur ein Scheingefecht gewesen, um die Belegschaft ruhig zu halten.

Die Fraktion sei wirklich wütend, da die vom Betriebsrat vorgestellte und aktiv verfolgte Weiterführung von HSP durchaus zukunftsfähig gewesen sei. Und regelrecht empörend sei es, dass es für die HSP-Mitarbeiter am letzten Arbeitstag noch nicht einmal ein Wort des Abschieds oder des Dankes gegeben habe.

"Der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit ist mitnichten aufgehoben", bewertet Ratsmitglied Klink den Wegfall von rund 350 Arbeitsplätzen in Dortmund. "Dortmund braucht dringend solche gut bezahlten Blaumannjobs, unsere Gedanken sind daher während der Feiertage auch bei den von Arbeitslosigkeit bedrohten Familien", so Carsten Klink (DIE LINKE).

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