Passgenaue Hilfe am Nordmarkt

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Öffentlicher Alkohol- und Drogenkonsum, wild entsorgter Müll, Dealer und Prostituierte: Der Nordmarkt hat viele Probleme in konzentrierter Form. (Foto: Archiv/Schmitz)

Bei einer Tour durch die Nordstadt informierte sich die Ratsfraktion der SPD über Probleme, Hilfsagebote und neue Projekte im Stadtteil. Eines ist der Passgenau-Kiosk, ein anderes die ehemalige Apotheke am Nordmarkt.

In vielen Bereichen der Nordstadt gibt es verschiedene Probleme im öffentlichen Raum. Dazu gehören in erster Linie wilde Müllkippen, öffentlich sichtbarer Drogenkonsum und -handel sowie illegale Prostitution im Sperrbezirk.

Obwohl die Lage hinsichtlich der Straßenprostitution sich seit Jahren auf einem objektiv niedrigen Niveau bewegt, gibt es auch dazu immer wieder Hinweise von Anwohnern.

Besonders am Nordmarkt treten Herausforderungen für Ordnungsamt und Polizei in konzentrierter Form auf. Im Bereich Borsigplatz und vor allem im Hafenquartier sind deutlich weniger Problemörtlichkeiten bekannt. Insbesondere im kleinräumigen Gebiet um den Nordmarkt und die Schleswiger Straße an der Ecke Mallinckrodtstraße ist tägliche eine Vielzahl von ordnungswidrigen Verhaltensweisen zu beobachten.

Hier liegt auch der Schwerpunkt der Arbeit der Mitarbeiter der Ordnungspartnerschaft. Neben den üblichen Streifendiensten führt das Ordnungsamt gerade auch in diesem Bereich zahlreiche Kontrollen von Gewerbebetrieben und Problemhäusern durch.

Um die Präsenz des Ordnungsamts gerade im Bereich Nordmarkt weiter zu steigern, werden aktuell die Räume der ehemaligen „Nordmarkt-Apotheke“ umgebaut und renoviert. Der Verwaltungsvorstand hat im Februar beschlossen, die Gewerberäume anzukaufen. Ab Mitte 2016 sollen dann ein Aufenthalts- und Durchsuchungsraum mit zwei Arbeitsplätzen für gelegentliche Büroarbeiten zur Verfügung stehen.

Das Diakonische Werk bietet im und am Kiosk auf dem Nordmarkt mit „Passgenau“ auf die Anfordernisse zugeschnittenen Sozialarbeit an: Die Streetworkerin Eva Jekel mit Sprachkenntnissen in deutsch und polnisch ist seit September 2014 vor Ort. Für ein Jahr bieten eine rumänisch sprechende duale Studierende Hilfe an, und seit September arbeiten dort für ein Jahr zwei dual Studierende in der Straßensozialarbeit, einmal deutsch und bulgarisch, einmal ungarisch und spanisch.

Darüber hinaus gibt es eine gut funktionierende Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt, der Polizei, der EDG (Abholung der gesammelten Müllsäcke) und dem Quartiersmanagement.

Die Bedeutung des Kiosks als Anlauf- und Kontaktstelle zur und für die Straßensozialarbeit ist weiterhin hoch, einmal wöchentlich gibt es eine Sprechstunde des mobilen Arztes des Gesundheitsamtes, die gut besucht ist.
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