Rückführungen nach Afghanistan aussetzen!

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Ratsmitglied Fatma Karacakurtoglu
Dortmund: Rathaus |

Tausende Tote. Tausende Verletzte. Zerbombte Städte. Millionen Menschen auf der Flucht. Es gibt friedlichere Orte auf der Welt als Afghanistan, wo seit mehr als zehn Jahren der Krieg tobt. Umso unverständlicher ist es für die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN, dass es gerade erst wieder eine Sammelabschiebung von Flüchtlingen zurück nach Afghanistan gab.

„Diese Regelung muss ein Ende haben. Wir fordern deshalb die Stadt Dortmund auf, im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten Abschiebungen nach Afghanistan nicht umzusetzen“, sagt Fatma Karacakurtoglu, sozialpolitischen Sprecherin der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN, und kündigt einen dementsprechenden Antrag im Rat an. Menschen in ein Land zu schicken, in dem der Krieg tobt, sei zynisch und menschenfeindlich, kommentiert Fatma Karacakurtoglu.

Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN unterstützt mit ihrem Antrag unter anderem die Flüchtlingspaten Dortmund, die auch der neu gegründeten AG gegen Abschiebung des Flüchtlingsrates NRW angehören. „Wir unterstützen diese Initiativen in ihrer Arbeit auf politischer, juristischer und öffentlichkeitswirksamer Ebene gegen Abschiebungen aus NRW“, so Fatma Karacakurtoglu, die selbst in der Flüchtlingshilfe aktiv ist.

„Auch wenn die Bundesregierung es anders sieht: Rückführungen nach Afghanistan sind aus humanitären Gründen nicht vertretbar. Diese Menschen leben dort nicht sicher. Sie sind ständig Gefahren und Bedrohungen ausgesetzt und leben in bitterer Armut auf der Straße. Uns ist ein Fall eines jungen Afghanen bekannt, der nach seiner Abschiebung durch eine Bombe schwer verletzt wurde. Das hat mit der in Dortmund ständig zitierten Willkommenskultur wahrlich nichts mehr zu tun.

Wir fordern deshalb die Dortmunder Ausländerbehörde auf, dieses unmenschliche Verhalten der Rückführungen zumindest für einen befristeten Zeitraum auszusetzen“, so Fatma Karacakurtoglu.
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Manuela Burbach-Lips aus Dortmund-City | 05.05.2017 | 10:54  
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