Sanierungsstau in den Westfalenhallen schadet Klima und Umwelt - Halle IV noch mit Einfachverglasung

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Die Westfalenhalle I in Dortmund. (Foto: Tbachner)
Dortmund: Rathaus |

Die meisten der Westfalenhallen leiden unter einem Sanierungsstau. Deshalb hat die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN das Thema in den Fachausschüssen aufgeworfen. Am Finanzausschuss am 19. März steht daher die Verwaltungsantwort auf eine entsprechende Anfrage der Fraktion zur Beratung an.

"Im Jahr 2015 verfügen die Fenster in der denkmalgeschützten Halle 4 allen Ernstes noch über eine Einfachverglasung", sagt Utz Kowalewski, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN.

Gewaltiger Energiebedarf

So sei es kein Wunder, dass der Energiebedarf von Dortmunds Messehallen gewaltig sei. Allein im Jahr 2013 verschlangen die Heizkosten in den Westfalenhallen insgesamt fast 950.000 Euro. Hinzu kamen im selben Jahr noch einmal fast 1,5 Mio. Euro an Stromkosten. Die Konsequenz: Die Hallen werden nur noch für die jeweilige Veranstaltung temperiert. Für An- und Aufbau müssen die Veranstalter warme Jacken anziehen.

Aus Gründen des Klima und Umweltschutzes müsse hier mittelfristig Abhilfe geschaffen werden, meint deshalb die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN. Darüber hinaus dürfe man natürlich den Wettbewerbsgedanken und den Vergleich mit anderen großen Hallen und Arenen in der Region nicht außer Acht lassen.

Notwendige Sanierungsmaßnahmen zurückgestellt

Gleichwohl sei sich seine Fraktion natürlich darüber im Klaren, dass die Kosten für eine umfassende Sanierung so hoch seien, dass die Westfalenhallen GmbH eine solche Maßnahme nur schwer alleine aus dem laufenden Geschäft erwirtschaften könne, sagt Utz Kowalewski (DIE LINKE). Doch leider seien aus eben diesen wirtschaftlichen Gründen immer wieder notwendige Sanierungsmaßnahmen zurückgestellt worden. Und die Hallen 1, 2 N und U, 3A und 4 stammten schließlich noch aus den 1950er-Jahren.

Lediglich Halle 1 und 2 sind einigermaßen auf der Höhe der Zeit. Durch die Wärmedämmung der Halle 2 im Jahr 2007 konnten die C02-Einsparung immerhin um 30,4 Tonnen gedrückt und die Heizkosten in dieser Halle um jährlich 10.000 Euro reduziert werden.

Eine solche Reduzierung wünscht sich die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN auch für die restlichen Hallen und bat deshalb die Westfalenhallen GmbH und den städtischen Kämmerer um eine Übersicht der laufenden Kosten und der dringend notwendigen Maßnahmen. "Die Westfalenhallen sind eng mit dem städtischen Haushalt verwoben", erklärt Utz Kowalewski – und verweist auf Investitionszuschüsse, Pacht oder Eigenkapitalaufstockungen.
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