Schülerinnen und Schüler der Vincenz-von-Paul-Schule zeigen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit die rote Karte!

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  Im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien hat die UEFA mit ihrer Initiative „Respect“ eine breit angelegte Kampagne gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in den Medien platziert. Prominente Kicker, wie z.B. Christiano Ronaldo, Lionel Messi, Franck Ribery, Jacub Blaszczykowski, Eric Abidal oder Steffi Jones, engagieren sich öffentlich gegen jegliche Form von Rassismus auf dem Spielfeld und in den Fußballstadien. Und selbstverständlich auch darüber hinaus.
Obwohl der offen hervortretende Rassismus im Fußball, z.B. durch Beleidigung dunkelhäutiger Spieler, seit einigen Jahren zwar deutlich abgenommen hat, bleibt die Thematisierung von Diskriminierungen aufgrund von Herkunft, Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit weiterhin eine bedeutende Aufgabe der Vereine.
Insbesondere die Bundesligavereine, allen voran der BVB, haben sich deshalb zur Aufgabe gemacht, Rassismus in den Stadien präventiv zu bekämpfen. Zu diesem Zweck hat der BVB im Jahr 2004 ein Lernzentrum zusammen mit dem städtischen Jugendamt und dem Fan-Projekt Dortmund e.V. in den Räumlichkeiten des Stadions eingerichtet und seitdem stets weiterentwickelt. Es stellt ein breitgefächertes Jugendbildungsangebot zur Verfügung und kommt damit der gesellschaftlichen Verantwortung des Massenphänomens Fußball nach. Dabei nutzt das Lernzentrum die besondere Faszination des außerschulischen Lernortes „Stadion“, welche sich durch die Identifikation mit Borussia Dortmund als Verein mit großer regionaler Bedeutung ergibt.
Junge Menschen, die von den traditionellen Angeboten in Schule und Weiterbildung kaum oder nicht erreicht werden können, sollen durch die besondere Stadion-Atmosphäre an politische und soziale Bildungsangebote herangeführt werden. Sogar für Jugendliche, die sich selbst nicht zu den zahlreichen BVB- oder Fußballfans zählen, wirkt der Ort besonders attraktiv und steigert die Lernmotivation für die angebotenen Inhalte.
Im Lern-Modul "Rassismus und Rechtsextremismus" setzten sich am 12.05.2014 Schülerinnen und Schüler der Vincenz-von-Paul-Schule zunächst mit ihren Selbst- und Fremdbildern auseinander und reflektierten die eigenen Klischeevorstellungen kritisch.
In Rollenspielen wurden die Achtklässler für rassistische Ansichten und Verhaltensweisen gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund sensibilisiert und verglichen im weiteren Verlauf des Seminars demokratische Wertvorstellungen mit denen rechtsextremer Ideologien.
Im zweiten Teil des Moduls konnten die Jugendlichen ihre im schulischen Unterricht erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen sehr gut einbringen, denn seit dem ersten Schulhalbjahr ist das Thema „Nationalsozialismus“ Schwerpunkt des Faches Geschichte/Politik in den achten Klassen.
Über die hohe Motivation und Lernbereitschaft der Schülerinnen und Schüler freute sich nicht nur der Leiter des BVB-Zentrums, Johannes Böing. Auch die begleitende Klassenlehrerin, Frau Gutierrez-Blanco, resümiert die Ergebnisse des Seminars im BVB-Lernzentrums mit Stolz: „Unsere Schülerinnen und Schüler haben gezeigt, dass ihnen das Thema Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wichtig ist! Sie haben gelernt, dass man fremdenfeindlichem Verhalten und rassistischen Ideologien konsequent die rote Karte zeigen muss!“


Die Vincenz-von-Paul - Schule

Die Vincenz-von-Paul Schule ist eine staatlich anerkannte Förderschule in privater Trägerschaft mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung der Primarstufe,
Sek. I und Sek. II. Alle Abschlüsse der Sekundarstufe I, die gleichwertig mit denen der Regelschulen sind, sind möglich. Unsere Schüler profitieren von einem Schulsystem mit familiärem Charakter, hochqualifizierten Sonderpädagogen, Lernen in Kleingruppen und besonderen Fördermöglichkeiten in den Bereichen Bewegung, Technik, Kreativität und Hauswirtschaft. Die Schule ist räumlich direkt an die Kinder- und Jugendhilfe Einrichtung St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum e.V. angeschlossen, die auch Träger der Schule ist.

Der Schulträger

Das St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum betreut als anerkannter freier Träger der Jugendhilfe ca. 300 Personen in unterschiedlichen stationären, teilstationären und ambulanten Wohn- und Betreuungsformen. Es handelt sich um Kinder, Jugendliche und junge Volljährige sowie um Familien bzw. Alleinerziehende mit ihren Kindern im Säuglings- und Kleinkindalter.
Weiterhin unterhält die Einrichtung eine Außenstelle, den „Strüverhof“ in Hamm sowie zwei Förderschulen für emotionale und soziale Entwicklung in Dortmund und Hamm.
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