Schwimmbäder auch für arme Menschen - Dortmund-Pass für privatisierte Schwimmbäder gefordert

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Schwimmbäder auch für arme Menschen. Dortmund-Pass für privatisierte Schwimmbäder gefordert. (Foto: Adrian Pingstone at en.wikipedia, gemeinfrei)
Dortmund: Rathaus |

Da im Laufe der zu Ende gehenden Wahlperiode etliche kommunalen Schwimmbäder privatisiert wurden und diese nun von der Sportwelt gGmbH oder von Sportvereinen betrieben werden, hat die Partei DIE LINKE im Finanzausschuss am letzten Donnerstag den erschwerten Zugang von Menschen mit geringem Einkommen zu den Dortmunder Schwimmbädern thematisiert. Im Zuge dieser Ausgliederungen ist nämlich der ermäßigte Eintritt für die Inhaber des Dortmund-Passes verloren gegangen.

DIE LINKE befragte nun die Verwaltung im Vorgriff auf die Hausberatungen für das Jahr 2015 dahingehend, welche Kosten entstehen würden, den Dortmund-Pass auch in den von der Ratsmehrheit privatisierten Schwimmbäder wieder zur Geltung zu bringen, damit auch arme Menschen und ihre Kinder diese Schwimmbäder wieder im gleichem Umfang nutzen können, wie vor der Übertragung auf die Sportwelt gGmbH und die Vereine.

Die Verwaltung wird dem Finanzausschuss zu seiner ersten Sitzung nach der Kommunalwahl am 25. Mai eine entsprechende Kostenrechnung für die weiteren Beratungen vorlegen.

Zu viele Nichtschwimmer

Da laut Aussage der DLRG knapp 35 Prozent der Kinder und Jugendlichen und rund ein Viertel der Erwachsenen Nichtschwimmer bzw. nach eigener Einschätzung schlechte Schwimmer sind, sollte auch vor diesem Hintergrund generell der Zugang zu Schwimmbäder und somit zur Schwimmfähigkeit massiv verbessert und finanzielle Hürden beseitigt werden.

"Warum Schwimmbäder? - Wir haben doch Pools!"

Die Mehrheit der im Rat vertretenen Parteien scheint bezüglich der Schwimmbadproblematik seit Jahren eher nach dem Motto "Warum Schwimmbäder? Wir haben doch Pools!" zu verfahren.
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