Selbstmordrate ist Ausdruck falscher Panung

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Nachdem in Dortmund die Selbstmordrate entgegen des allgemeinen Landestrends gestiegen ist und Menschen mit psychischen Erkrankungen monatelang warten müssen, um in einer psychotherapeutischen Praxis eine Therapie beginnen zu können, schreibt die Fraktion Die Linke:

Für das Ruhrgebiet wurde in der Bedarfsplanungsrichtlinie des gemeinsamen Bundesausschusses des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen (GVK) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) für Psychotherapeuten eine Sonderregion geschaffen, in der grundsätzlich ein viel niedriger Bedarf an Psychotherapeuten angenommen wurde, als in allen anderen deutschen Großstädten. Menschen im Ruhrgebiet sollen danach nur von 11,4 Psychotherapeuten je 100.000 Einwohner versorgt werden. Das entspricht einer Einordnung als Landkreis. Korrekt wäre eine Einordnung als Großstadt (38,8). „Damit sollen im Ruhrgebiet schon 30 Prozent der Psychotherapeuten ausreichen, die in anderen Großstädten notwendig sind, um psychisch kranke Menschen zu behandeln. Die Diskiminierung des Ruhrgebietes ist ein Skandal“, so der Fraktionsvorsitzender der Linken Utz Kowalewski.

Revier ist schwierige Region

„Insbesondere Menschen in schwierigen sozialen Situationen haben ein besonders großes Risiko für psychische Erkrankungen. Das Ruhrgebiet ist neben den neuen Bundesländern die sozial schwierigste Region Deutschlands überhaupt. Besonders Dortmund, als Stadt mit dem zweitgrößten Armutsrisiko der Bundesrepublik, hat hier großen Bedarf. Wir treten daher auch dafür ein, die Finanzausstattung des Dortmunder Krisenzentrums sicherzustellen - hier rettet Geld wirklich Menschenleben“, meint die Sprecherin der LINKEN im Dortmunder Sozialausschuss Nancy Ritschl.
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