Stärker durch Vernetzung – Aktionsbündnis von Mietern und Nachbarn der Deutschen Annington gegründet

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Düsseldorf / Dortmund. Der Deutsche Mieterbund Nordrhein-Westfalen – dem der Mieterverein Dortmund und Umgebung e.V. angehört – unterstützt das Aktionsbündnis von Mietern und Nachbarn der Deutschen Annington, das sich am 07. März 2013 öffentlich vorstellte. Die NRW-weite Vernetzung zwischen Mieterbund, Mietervereinen und Mieterinitiativen soll bei der Durchsetzung von Forderungen gegenüber dem Immobilienriesen Deutsche Annington zu mehr Schlagkraft führen.

„Mietervereine und Mieter kämpfen seit Jahren gegen die Missstände in den Wohnanlagen der Deutschen Annington. In zahlreichen Einzelfällen wurden Erfolge erzielt, doch der Weg dahin ist für die Betroffenen oft langwierig und mühsam. Deshalb freue ich mich über die Gründung des Aktionsbündnisses von Mietern und Nachbarn der Deutschen Annington und hoffe, dass wir gemeinsam schneller vorankommen, wenn wir uns für bessere Wohnbedin-gungen in den Annington-Quartieren einsetzen“, erklärt NRW-Mieterbunds-Vorsitzender Bernhard von Grünberg auf der heutigen Pressekonferenz beim Deutschen Mieterbund NRW in Düsseldorf.

STOP Deutsche Annington

Die Teilnehmer des Aktionsbündnisses kommen bisher aus Aachen, Bonn, Bochum, Dort-mund, Essen, Gelsenkirchen und Witten.
Die betroffene Mieter/innen und Nachbar/innen der Deutschen Annington sowie Mieterorganisationen und Initiativen – wollen nicht mehr tatenlos zusehen, wie ihre Wohnungen und Wohnviertel von der Deutschen Annington vernachlässigt und in manchen Fällen zu sozialen Brennpunkten heruntergewirtschaftet werden. Die Mieter beklagen, immer wieder lange Zeiten in den Warteschleifen des zentralen Annington-Call-Centers zu verbringen, nur um am Ende Außendienstmitarbeiter ohne Entschei-dungskompetenz in die Wohnungen geschickt zu bekommen. Ein weiteres Problem sind Mängelanzeigen, auf die durch die Deutsche Annington niemals reagiert wird. Auch ungerechtfertigte Mieterhöhungen und die Verdrängung von Mieterinnen und Mietern durch hohe Modernisierungskosten sind für Annington-Mieter vielerorts ein Problem.

Wilfried Seidel vom Mieternetzwerk-Essen Nord bringt es auf den Punkt: „Wir wollen nicht mehr tatenlos zusehen, wie unsere Wohnungen und Wohnviertel von der Deutschen Annington vernachlässigt und in manchen Fällen zu sozialen Brennpunkten heruntergewirt-schaftet werden.“

„Die Deutsche Annington hat ihren Börsengang in diesem Jahr bereits angekündigt. Das wird die Situation für Mieter und Nachbarn eher verschärfen als verbessern. Die Vernetzung aller Betroffenen in einem Aktionsbündnis ist der richtige Weg, um auf die problematischen, teils unwürdigen Wohnsituationen bei der Deutschen Annington hinzuweisen und sie zu be-kämpfen. Es wäre gut, wenn das Aktionsbündnis bundesweit Unterstützung fände. Denn auch in anderen Bundesländern ist die Deutsche Annington als Problemvermieter bekannt“, so Bundesdirektor Lukas Siebenkotten vom Deutschen Mieterbund aus Berlin.

In einer Gründungserklärung hat das Aktionsbündnis seine wichtigsten Forderungen an die Deutsche Annington, aber auch an die Politik zusammengefasst.

Rund 17.000 Annignton-Haushalte in Dortmund

Auch der Mieterverein Dortmund und Umgebung e.V. arbeitet im Aktionsbündnis mit. Bisher haben sich vier Mieterinitiativen und -vertretungen aus Dortmund (Mieterbeirat Obereving, Mieterbeirat Luisenplatz, Mieterbeirat BURIAD-Siedlung und Mieterverein Echeloh e.V.) dem Bündnis angeschlossen. „Dortmund ist mit 17.000 Wohnungen eine Annington-Hochburg. Ärger mit dem Vermieter gibt es vielen Annington-Siedlungen. Etwa Auseinandersetzungen über überhöhte Mieterhöhungen nach dem Mietspiegel, die die Annington trotz verlorener vergleichbarerer Gerichtsprozesse, weiter bei anderen Mietern verlangt. Weitere aktuelle Themen ist die Zwangs-Kabel-TV-Gebühr für alle Annington-Mieter und neu eingeführte Hausmeister-Kosten. Auch Mietpreissteigerungen um rund 40% in Folge von Modernisierungsmaßnahmen wie in der südwestlichen Innenstadt sorgen für sehr große Unruhe unter den Mietern.“ sagte Dr. Tobias Scholz, wohnungspolitischer Sprecher des Mieterverein Dortmund und Umgebung e.V.
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Ursula Zienau aus Bochum | 28.08.2013 | 12:51  
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