Verkauf geplant?

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Was wird aus dem Gesundheitsamt und den angegliederten Stellen?

Nach der Ankündigung der Verwaltung, das unter Denkmalschutz stehende Gebäude des Gesundheitsamtes schnell verkaufen zu wollen, drängen die Grünen im Rat auf weitere Informationen.

Fraktionssprecher Ulrich Langhorst: „Der Verkauf des Gebäudes ist ja eine Never-Ending-Story und hätte weitreichende Folgen. Denn schließlich befinden sich in ihm auch der Drogenkonsumraum sowie das Cafe Kick, die von der AIDS-Hilfe betrieben werden. Das sind sensible Einrichtungen, die man nicht einfach an einen anderen Ort schieben kann. Deshalb halten wir es für fatal, über einen anstehenden Verkauf des Gebäudes und damit eine notwendige Verlagerung des Drogenkonsumraums öffentlich zu diskutieren und sogar schon eine Vorlage dazu anzukündigen, bevor nicht klar ist, welchen alternativen Standort es dafür gibt. Denn aus der Vergangenheit wissen wir doch, wie schwierig es ist, einen solchen neuen Standort zu finden.“

Der Drogenkonsumraum im Gebäude des Gesundheitsamtes besteht seit 2002. Seitdem ist er eine wichtige niedrigschwellige Einrichtung im Drogenhilfesystem der Stadt. Der Standort am Eisenmarkt ist damals bewusst gewählt worden. Denn er erfüllt wichtige Kriterien: eine szenenahe Ansiedlung, keine Schulen und Kindergärten in unmittelbarer Nähe, eine gute Erreichbarkeit für den Rettungsdienst sowie eine umzäunte Freifläche.

Erst vor drei Jahren waren auch auf Antrag der Grünen die Öffnungszeiten des Drogenkonsumraums massiv ausgeweitet worden. Das hatte zu dem positiven Effekt geführt, dass der Konsum von harten Drogen in der Öffentlichkeit weiter reduziert werden konnte.

Die Grünen werden deshalb für die nächste Sitzungen des Sozialausschusses und des Immobilienausschusses im November einen aktuellen Sachstand beantragen, der auch das marode Gebäude des Sozialamtes in der Luisenstraße einbezieht.
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