Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen

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Luftrezepte, erfundene Behandlungen, manipulierte Rechnungen: Die AOK NORDWEST setzt den Kampf gegen Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen konsequent fort. Aktuell verfolgt das Ermittlungsteam der Krankenkasse mehr als 800 Fälle.

Allein in den vergangenen zwei Jahren holten die Spezialisten rund 3,4 Mio. Euro zurück. „Die meisten Leistungserbringer rechnen korrekt ab. Aber schon einige wenige schwarze Schafe können ein schlechtes Licht auf den gesamten Berufsstand werfen“, sagt Rechtsanwalt Dr. Jürgen Mosler, Leiter des Stabsbereichs Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen bei der AOK NORDWEST.
So deckten die AOK-Ermittler zum Beispiel einen Fall auf, bei dem ein Apotheker unbenutzte Produkte der parenteralen Ernährung von Verstorbenen zurücknahm und diese ein zweites Mal mit den Kassen abrechnete. Im Ermittlungsverfahren konnte die AOK eine Schadensregulierung für alle Kassen in Höhe von 1,2 Mio. Euro erzielen.
In mehreren Fällen konnte gegenüber Pflegediensten nachgewiesen werden, dass sie Leistungen abgerechnet haben, die von einzelnen Pflegefachkräften zeitgleich bei mehreren Patienten und an unterschiedlichen Orten erbracht wurden. Zwei Pflegedienste haben daraufhin jeweils über 100.000 Euro an die AOK zurückgezahlt.
„Manipulationen im Gesundheitswesen sind keine Kavaliersdelikte. Gegen die wenigen Betrüger muss konsequent und mit aller Härte des Gesetzes vorgegangen werden. Denn hier werden Gelder der Versichertengemeinschaft veruntreut“, sagt Georg Keppeler, alternierender AOK-Verwaltungsratsvorsitzender.
Und Johannes Heß, alternierender AOK-Verwaltungsratsvorsitzender, fordert: „Das von der Bundesregierung geplante Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen muss nach langen Diskussionen nun endlich kommen.“

Mehr Ratgeberbeiträge auch auf unserer Themenseite: Gesundheit in Dortmund.
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