Bei der Suche nach dem Ausbildungsplatz über den Tellerrand gucken

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Michael Ifland ist IHK-Geschäftsführer für berufliche Bildung. Er rät Jugendlichen, sich umfassend zu iinformieren. (Foto: IHK Dortmund)
Viele Jugendliche sind derzeit auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ab dem Spätsommer.

Bei der Frage nach dem Berufswunsch sind sich viele Schüler einig:  „Kaufmann/-frau im Einzelhandel“ ist der beliebteste Ausbildungsberuf – und das nicht nur in der Region, sondern deutschlandweit.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund verzeichnete Ende 2015 991 Ausbildungsverhältnisse in diesem  Bereich. Auf Platz zwei und drei folgen „Verkäufer/in“ (826) und „Kaufmann/-frau für Büromanagement“ (756).

Insgesamt machten die Top 10 der Ausbildungsberufe mit 6.575 Verträgen weit mehr als die Hälfte aller Ausbildungsverhältnisse (12.535) aus.

Die IHK sieht diese starke Konzentration auf wenige Ausbildungsberufe allerdings mit gemischten Gefühlen: „Natürlich verstehen wir, dass das Interesse für diese Berufe groß ist. Allerdings machen sich die Jugendlichen hier Konkurrenz, während andere Berufsbilder mit sehr guten Zukunftsperspektiven oft unbeachtet bleiben. In unserer Region gibt es mehr als 130 Ausbildungsberufe, die hervorragende Zukunftsperspektiven bieten“, betont Michael Ifland, IHK-Geschäftsführer für berufliche Bildung.

Von den Jugendlichen würden viele jedoch nicht wahrgenommen. Viele Schüler hätten nur ungenaue Vorstellungen von den vielfältigen Möglichkeiten, die ihnen die Arbeitswelt heute bietet.

Ifland empfiehlt den Jugendlichen deshalb, auch einmal über den Tellerrand hinaus zu schauen, denn dann böten sich gute Karrierechancen. „Es bringt nichts, sich für einen Ausbildungsberuf zu entscheiden, weil er gerade bei Freunden oder in den Medien angesagt ist.“ Der richtige Beruf sei der, in dem ein junger Mensch seine Talente und Begabungen optimal entfalten könne.

Viele Berufe leiden auch unter ihrem schlechten Image: Blaumann, Schichtbetrieb und unregelmäßige Arbeitszeiten halten viele Jugendliche davon ab, sich mit den Inhalten der entsprechenden Berufsfelder zu befassen. Aber die Chancen auf eine Lehrstelle verbessern sich erheblich, wenn die Suche auf mehrere Berufsfelder ausgeweitet wird.

„Dabei ändert so manch einer seine Meinung schnell, wenn er in den Berufen erstmal ein Praktikum gemacht hat“, sagt Ifland. „Wenn bei der Lehrstellensuche das ganze Spektrum der Ausbildungsberufe genutzt würde, könnten mehr Jugendliche ausgebildet werden. Immer wieder bleiben Ausbildungsplätze leider unbesetzt, weil Bewerber fehlen“, sagt Ifland.

Er rät allen Ausbildungsplatzsuchenden, die Augen offen zu halten. Wichtig sei es, sich zu informieren und sich bei der Auswahl nicht selbst zu beschränken.
Wichtige Information zur Ausbildungsplatzsuche gibt es unter folgenden Adressen:

www.ihk-lehrstellenboerse.de
www.dortmund.ihk24.de/bildung/ausbildung/ausbildungsberatung
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