Streifzug in die Zukunft: Die Nacht der Ausbildung

Marisa Jankers und Semra Karatag stellten die Voraussetzungen für Bewerber bei der Polizei vor und beantworten Fragen.
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Tausende Jugendliche gingen auf einen nächtlichen Streifzug durch die Berufswelt. Vom Polizeipräsidium über die DSW21-Werkstatt, REWE bis kurz vor Mitternacht in die Labore der Maschinenbauer an der Uni führte die Nacht der Ausbildung.

Wie schwer das Bewerbungsverfahren ist und wieviel man für ein duales Studium lernen muss, das erfuhren über 3000 Besucher aus erster Hand von Auszubildenden. Und dabei gab‘s nicht nur Flyer über Berufe und Ausbildung sondern auch Informationen direkt vor Ort aus dem Arbeitsalltag.

In die Katakomben der Uni tauchen

Und auch als der letzte Pendelbus schon abgefahren war, führte noch ein Ausbilder im Keller der TU-Maschinenbauer zu MRT und Elektronenmikroskop in die Laboren der Werkstoffprüfer. Auch Mediengestalter bildet die Universität aus. Hier sind kreative Bewerbungen, am besten mit Arbeitsproben, gefragt.

Duales Studium bietet beides

Dass sie nach ihrem dualen Studium BWL - Versicherungen an der FH und bei der Signal Iduna nicht nur eine abgeschlossene Ausbildung, sondern auch einen Bachelor in der Tasche haben, erzählten die Auszubildenden an der B1. Über die Vor- und Nachteile einer kaufmännischen Ausbildung und des FH-Abschlusses berichteten auch die jungen Mitarbeiter der Continentale Schülern und Eltern. Wichtig ist hier neben einer guten Bewerbung mit einer guten Mathe-Note, freundlich zu sein und offen auf Menschen zu zugehen.

Tipp: Im Gespräch Gas geben

Die beliebteste Ausbildung in den Westfalenhallen ist der Veranstaltungskaufmann. „Auf jeden Fall nach dem Einstellungstest im Gespräch Gas geben“, rät Marcel Stangelow, wie er es geschafft hat, neben den vielen anderen Bewerbern heraus zu stechen. Team- und Sozialkompetenz brachte er mit und organisiert heute große Veranstaltungen. Wie wichtig gute Englischkenntnisse in seinem Job sind, hat er dann erfahren, als er eine Firma wegen eines Messestandes am Telefon hatte.
Gut gefallen hat seinen Ausbildern in seiner Bewerbung, dass er sich vielfältig ehrenamtlich engagierte udn Pfadfindergruppen leitete. Zwei Veranstaltungskaufleute starten bei den Westfalenhallen in die Ausbildung sowie auch zwei angehende Veranstaltungstechniker. Tobias Wilkes ist einer von ihnen. Haustechnik, wie Klima und Lüftung, Elektrotechnik, Bühnentechnik wie Licht, Ton und Video zählen zu seinen Arbeitsfeldern. Und was in der Westfalenhalle 3 so lecker duftet ist in der Nacht der Ausbildung der Stand der Köche, die hier ebenfalls eine Ausbildung machen. "Die besten Burger" loben zwei Jugendliche, die hier schon die dritten Hamburger verputzen.

Lange Nacht will gut geplant sein

Doch lange Pausen sind nicht drin. Die Nacht der Ausbildung ist bei 24 Firmen, die ihre Türen öffnen kurz und will gut geplant sein. Weiter zur Polizei:
Einen Film für zukünftige Kollegen haben angehende Polizisten gedreht. Sie machen ein Bachelorstudium, welches Theorie an der Fachhochschule und arbeiten nach dem Examen als angehende Kommissare ein Jahr im Streifendienst und auf der Wache. Mit dem Studium haben sie den akademischen Grad "Bachelor of Arts" erreicht und haben eine Garantie auf eine Übernahme und einen krisensicheren Job.

Junge Polizisten mögen die Vielseitigkeit am Job

Dieser Beruf bietet mehr als der Tatort im Fernsehen zeigt. Und vor allem ab dem ersten Tag monatliche 1050 Euro. Ein lediger Kommissar verdient mit 26 Jahren rund 2100 Euro netto. Fünf Zeiträume gibt es, um als Schüler ein Praktikum zu machen. 700 Bewerbungen bekommen die Ausbilder im Polizeipräsidium jedes Jahr. Um zu den 140 Nachwuchskräften zu zählen, die genommen werden, müssen Bewerber gesund sein, ein Abitur oder eine Fachhochschulreife sowie ein aktuelles Sportabzeichen vorweisen. Und sie sollten psychisch und physisch belastbar sowie selbstbewusst und zuverlässig sein.
das Arbeitsgerät bei Einsätzen stellten Mitarbeiter vor der Wache vor. Am Polizeiwagen können Interessierte probeweise in eine Schutzweste schlüpfen.
Was an dem Beruf attraktiv ist? Die Vielseitigkeit sagen sie. Fliegerstaffel, Hundeführer, Reiterstaffel, Sondereinsatzkommando, Verkehrs- oder Wasserschutzpolizei, Auslandseinsätze und Einsatzhundertschaft.
Abwechslungsreich war auch die Nacht der Ausbildung. Und viele junge Dortmunder wissen jetzt, wo sie sich bewerben wollen.

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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