Neue Chance im Handwerk

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Geschäftsführer und Inhaber Sven Hülsmann (li.) und Bosse Sümpelmann, Teilnehmer des Förderprogramms WeGebAU. (Foto: Agentur für Arbeit Dortmund)

Das Qualifizierungs-Programm WeGeBAU bietet Perspektiven nicht nur für gering qualifizierte Personen.


Vor nur einem Jahr hätte sich Bosse Sümpelmann (31) kaum vorstellen können, eine Umschulung für einen Handwerksberuf durchzuführen. Doch nach der Kündigung seines Bürojobs suchte der Dortmunder nach neuen Perspektiven. Gefunden hat er sie im Sanitärbetrieb Friedhelm Berger.

„Nach zehn Jahren in meinem Job stand ich vor dem Nichts“, erklärt der 31-Jährige. „Die Agentur für Arbeit hat mir dann eine Umschulung zum Anlagenmechaniker vorgeschlagen.“ Nach einem Schnupperkurs im Bildungskreis Handwerk e.V. und einem Praktikum bei der Firma Friedhelm Berger war die Sache klar. „Ich habe keine linken Hände, warum also nicht“, so Sümpelmann.

Seit Dezember 2016 ist er nun bei Friedhelm Berger angestellt. Sven Hülsmann, dem Geschäftsführer und Inhaber des Betriebes fiel die Entscheidung leicht. „Wir haben in Witten ein Badezimmer umgebaut, da habe ich ihn mitgenommen. Nach dem Termin war mir sofort klar, dass er was drauf hat.“

Parallel zur Arbeit im Betrieb büffelt Sümpelmann nun die Theorie zur Umschulung des Anlagenmechanikers im Blockunterricht. Rund zwei Jahre und drei Monate hat er Zeit um sechs Module zu bestehen.

Finanziert wird die Umschulung durch „WeGebAU“, so lautet die Abkürzung für das Förderprogramm der Agentur für Arbeit mit dem langen Namen „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen“.

Die Variante der Umschulung ist nur „eine von Vielen“, betont Martina Würker, die Chefin der Agentur für Arbeit in Dortmund. Es gebe immer Perspektiven. Denn hinter dem Förderprogramm „WeGebAU“ verbirgt sich ein vielfältiges Angebot an Qualifizierungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Vor allem für die Weiterbildung geringqualifizierter Beschäftigter gibt es viele Unterstützungsmöglichkeiten. „Die Chancen sind am größten für diejenigen, die sich nicht auf einen Weg versteifen“, erklärt die Chefin der Agentur für Arbeit. Stimmen die Voraussetzungen, kann dem Arbeitgeber über WeGebAU ein Zuschuss gewährt werden. Deswegen appelliert die Chefin der Dortmunder Agentur für Arbeit an Unternehmen, sich zu melden.
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