Pflegefamilien gesucht

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In den vergangenen Monaten hat sich die Zahl der Menschen, die auf der Flucht vor Bürgerkrieg und Verfolgung in Dortmund Zuflucht suchen, drastisch erhöht. Unter ihnen befindet sich eine wöchentlich wachsende Anzahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlingen.

Die unbegleiteten jugendliche Flüchtlinge (UMF) werden zunächst vom Jugendamt in Obhut genommen werden und von dort in die Obhut eines Jugendhilfeträgers übergeben. Derzeit sind dies über 950 , vorwiegend männliche Kinder und Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren.

Sie haben zum Teil eine vierwöchige Flucht hinter sich und ihre Familien in einer ungewissen Situation zurückgelassen.In den vergangenen Wochen, seitdem die Problematik ins Augenmerk der Öffentlichkeit gerückt ist, gab es wiederholt Angebote aus der Dortmunder Bevölkerung, diesen Jugendlichen in Familien Obhut zu gewähren und sie in der eigenen Wohnung aufzunehmen.

Eine familiäre Aufnahmesituation, die Unterstützung bei der Ankunft in Dortmund sowie persönliche Begleitung bietet, ist für viele dieser Jugendlichen eine Chance, erste Schritte in einem fremden Land gemeinsam zu gehen.

Vor diesem Hintergrund bietet der Pflegekinderdienst des Jugendamtes Gasteltern die Möglichkeit zur Aufnahme eines unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen. Voraussetzung ist, dass Gasteltern sich bereit fühlen, diese Jugendlichen bei der Aufarbeitung ihrer Flucht zu unterstützen und sich mit ihrem kulturellen Hintergrund auseinanderzusetzen.

Engagierten Bürgern, die bereit sind zu helfen, bietet der Pflegekinderdienst die Möglichkeit, sich auf diese Aufgabe vorzubereiten und unterstützt sie im laufenden Gastverhältnis.

Eine Informationsveranstaltung für Interessierte gibt es am Sonntag, 13. Oktober um 18 Uhr im Dietrich-Keuning-Haus.

Voraussetzungen:


 Die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses ohne Eintragung sowie der Nachweis eines guten gesundheitlichen Zustandes

 Die Möglichkeit, dem Jugendlichen ein eigenes Zimmer als Rückzugsort zur Verfügung zu stellen

 Die Bereitschaft, den Jugendlichen bei der Kontaktaufnahme im neuen Umfeld zu unterstützen und mit dem Pflegekinderdienst, Vormündern, Schulen, Ärzten und Therapeuten zu kooperieren.

 Gasteltern werden durch den Pflegekinderdienst auf ihre Aufgabe vorbereitet und erhalten Beratung und Unterstützung sowie eine finanzielle Vergütung in Form von Pflegegeld.

 Als Ansprechpartner steht Alexander Ewers vom Pflegekinderdienst unter 5024509 oder per E-Mail ( aewers@stadtdo.de) zur Verfügung.
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