Qualifiziert für sicheren Job

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Projektkoordinator Raimund Schroeder (r.) und Ausbilder Ralf Dietrich (l.) mit den Teilnehmern der Qualifizierungsmaßnahme. (Foto: HWK)
 
„„Für mich markiert die Teilqualifizierung einen beruflichen Neustart. “ sagt Teilnehmer Christian Höftmann. (Foto: HWK)

Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit bietet die Handwerkskammer Dortmund erstmals eine Teilqualifizierung für über 25-Jährige im Handwerk an.

Im März startete das Pilotprojekt „Teilqualifizierung zum Metallbauer“ im Bildungszentrum der Handwerkskammer (HWK) Dortmund. 18 Teilnehmer werden dabei sechs Monate lang wichtige Grundlagen im Metallbau lernen, die sie anschließend in der beruflichen Praxis einsetzen sollen.

„Die Qualifikationsmaßnahme, die in Kooperation mit der Arbeitsagentur Dortmund läuft, setzt sich aus insgesamt sechs Bausteinen zusammen, die jeweils über zwei bis sechs Monate laufen“, sagt Raimund Schroeder, HWK-Fachbereichsleiter im Metallbau und Projektkoordinator.

Nach dem ersten sechsmonatigen Baustein werden die Teilnehmer in Betriebe vermittelt, in denen sie als Helfer für einfachere Arbeiten eingesetzt werden können, bevor der nächste Teil startet. Das Projekt ist ausschließlich für über 25-Jährige gedacht, die die Chance einer vollständigen Integration in den Arbeitsmarkt nutzen wollen.

Ab diesem Alter ist es für viele oftmals schwierig, noch in eine Ausbildung zu kommen, oder sich eine vielleicht fehlende Qualifikation in Verbindung mit einem geregelten Einkommen anzueignen. Das Projekt richte sich an Personen, die „es wirklich wollen“, so Schroeder. Es gebe auch schon einige Zusagen von Unternehmern, die den jungen Leuten nach Abschluss der ersten Phase eine Stelle in ihrem Betrieb anbieten würden.

„Die Qualifizierung ist auf die individuellen fachlichen Bedarfslagen des jeweiligen Arbeitgebers ausgerichtet und sichert neben der direkten Integration in den Arbeitsmarkt auch gleichzeitig den Lebensunterhalt der Teilnehmer.
Dieses ist eines der wichtigsten Entscheidungskriterien der Teilnehmer, eine Qualifizierung auch finanziell durchzustehen“, so Andreas Specht, Bildungskoordinator der Agentur für Arbeit.

Alle Bewerber wurden vor Beginn zu einer fünftägigen Eignungsfeststellung ins BZA eingeladen. Anhand einfacher praktischer und theoretischer Übungen wurde ermittelt, wie es um die handwerklichen Fähigkeiten, aber auch um die Teamfähigkeit bestellt ist.
Zudem haben die jungen Leute während der Vorlauf-Woche so erkennen können, ob ihnen das Gewerk überhaupt liegt und eine Tätigkeit im Bereich Metallbau auch auf Dauer für sie vorstellbar ist. Für das Pilotprojekt hat sich auch der 25-jährige Dortmunder Christian Höftmann beworben: „Ich war bereit für etwas Neues und umso neugieriger, als ich von der Teilqualifizierung im Metallbau erfuhr.“

Das Bausteinkonzept der Lerneinheiten habe ihn besonders gereizt. „Dazwischen ist das Arbeiten in einem Betrieb vorgesehen. So kann man bereits ein Einkommen beziehen und sich darüber hinaus noch weiterqualifizieren.“ Das motiviere ihn sehr.
Ziel dieser Maßnahme ist es, den Teilnehmern nach dem Absolvieren aller Teile ohne zeitlich festgesetzten Rahmen das Ablegen der Gesellenprüfung zu ermöglichen. Zwar endet jeder Baustein mit einer Kompetenzfeststellung, den Gesellenbrief gibt es jedoch erst, wenn alle Module wirklich geschafft und die Abschlussprüfung bestanden ist.

Das hat sich natürlich auch Christian Höftmann vorgenommen. An Motivation mangelt es ihm nicht: „Ich bin froh, an der Maßnahme teilnehmen zu können. Keine halben Sachen mehr!“
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