Ungewöhnliches Lehrangebot der FH

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Die Fachhochschule bietet ihren Studierenden zum Wintersemester ein besonderes Seminar an.

In Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. und der Bundeszentrale für politische Bildung werden Studierende der Sozialen Arbeit über zwei Semester für Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sensibilisiert. Im Rahmen des Seminars vermitteln Experten unterschiedlicher Einrichtungen praktische Einblicke in Projekte und Initiativen: vor Ort, bundesweit und auch auf internationaler Ebene.

Rechtsextremismus, Antisemitismus, Homophobie, Sexismus - die Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit können einem überall begegnen: In der U-Bahn, in der Schule, am Arbeitsplatz. Wie aber geht man damit um? Es gibt wahrscheinlich niemanden, der solche Situationen nicht kennt: Ein diffuses Gefühl von Unsicherheit, Angst, Hilflosigkeit, Ohnmacht entsteht, gepaart mit dem Wissen, dass etwas geschieht, was man nicht guten Gewissens mit ansehen kann.

Martin Ziegenhagen, Projektleiter von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.: „Oft fehlen entweder Handlungsrepertoire oder Kompetenz, kritische Situationen einzuschätzen und die Entscheidung zu treffen, etwas zu tun. Nicht selten fehlt auch beides. Genau hier setzt unser Seminar an.“

Das Seminar, das im Bereich Praxisorientierte Politikwissenschaft bei Prof. Dr. Dierk Borstel angesiedelt ist, möchte zur wertegestützten Gegenrede ermutigen und zukünftige Absolventen der Sozialen Arbeit auf verunsichernde Situationen in späteren Berufsfeldern vorbereiten. „Dazu gehört auch, das eigene Verständnis von Demokratie immer wieder zu prüfen, sich selbst zu hinterfragen und ganz individuelle Formen des Eintretens gegen menschenfeindliche Einstellungen zu entwickeln“, so Borstel.

Für den Sommer 2015 ist eine Publikation geplant, in der die Ergebnisse und Perspektiven des praxisorientierten Seminars gemeinsam mit den Studierenden veröffentlicht werden sollen.
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