4 Pfoten + 2 Beine : 1 Team

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Hündin "Paula" erteilt Schüler Marvin eine Lektion Geduld

Als unsere Lehrerin das Projekt "4 Pfoten + 2 Beine : 1Team" in der Schule vorstellte, waren wir erst einmal etwas skeptisch. Unterricht auf dem Hundeplatz? Was konnte man sich darunter vorstellen? Ich war also sehr gespannt, als ich mit meinen Mitschülerinnen und Mitschülern Simon, Brian, Marvin, Celina, Kevin, Dennis und Tristan zum Hundesportverein nach Schüren fuhr. Doch meine Anspannung verflog schnell, als ich von "Paula" und "Tiffy", zwei Mischlingshündinnen, schwanzwedelnd und freundlich begrüßt wurde. Unter der fachkundigen Anleitung der erfahrenen Hundetrainerin Hanne Winkler wurden nun die einzelnen Lektionen besprochen. Lektion Eins bestand darin, sich zunächst einmal gegenseitig zu "beschnuppern". Wir Schüler und die beiden Hündinnen fanden jedoch schnell Gefallen aneinander und so konnte der Unterricht bald beginnen. Brian freundete sich schnell mit "Jasper", einem Schäferhund, an. Marvin und der Cocker-Rüde " Gordon" wurden ebenfalls schnell ein Team. Simon war glücklich, dass er die gut ausgebildete belgische Schäferhündin "Branca" führen durfte. In der zweiten Lektion mussten wir zusammen mit den Hunden über den Hundeplatz gehen. Es kam in dieser Lektion also darauf an, dass sich die Hunde dem Schritt-Rhythmus des Hundeführers anpassten. Diese Übung gelang überraschend gut, auch dann noch, als Celina und ich mit "Tiffy" und "Paula" über kleinere Hindernisse springen sollten. Das hätten wir nicht gedacht, dass sich die Hunde so gut auf uns einstellen konnten! In der nächsten Lektion führte Marvin die Hündin Paula über die sogenannte "Laufbrücke", eine etwa 1 m hohe Treppenkonstruktion. Paula war zunächst etwas ängstlich, doch Marvins gutes Zureden und kleine Leckereien nahmen der Hundedame schnell jegliche Scheu vor der Höhe. Der Rüde "Jasper" entpuppte sich als wahrer Held: Brian kam aus dem Staunen nicht heraus, als er sah, wie kraftvoll, schnell und geschickt "Jasper" den Hoch- Weitsprung überwand. Die beiden hatten sich gefunden und der in der Schule sonst eher stille Brian platzte vor Stolz über die Leistungen seines "Teams". Der Tag auf dem Hundeplatz verging für uns Schüler viel zu schnell und dennoch hatten wir bereits viel gelernt. Nein, nicht nur, wie man mit Hunden umgeht, sondern vor allem über uns selbst! Marvin, der sich oftmals über Kleinigkeiten in der Schule aufregt, war im Umgang mit "Paula" die Ruhe selbst. Mit welcher Gelassenheit und Geduld er die Hundedame über die Hindernisparcoure führte, war für uns alle sehr erstaunlich! Brian, der im Unterricht meist sehr schweigsam ist, hielt intensive Zwiesprache mit "Jasper". Und Celina war restlos begeistert von der stürmischen "Tiffy", deren wildes Wesen sich im Team zunehmend besänftigte und auf die ruhige Celina einstellte. Wir Schüler freuen uns schon sehr auf die nächsten Lektionen beim Unterricht auf dem Hundeplatz und ich glaube, den Hunden geht es genauso.
Mandy

Die Vincenz-von-Paul Schule
Die Vincenz-von-Paul Schule ist eine staatlich anerkannte Förderschule in privater Trägerschaft mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung der Primarstufe,
Sek. I und Sek. II. Alle Abschlüsse der Sekundarstufe I, die gleichwertig mit denen der Regelschulen sind, sind möglich. Unsere Schüler profitieren von einem Schulsystem mit familiärem Charakter, hochqualifizierten Sonderpädagogen, Lernen in Kleingruppen und besonderen Fördermöglichkeiten in den Bereichen Bewegung, Technik, Kreativität und Hauswirtschaft. Die Schule ist räumlich direkt an die Kinder- und Jugendhilfe Einrichtung
St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum e.V. angeschlossen, die auch Träger der Schule ist.
Der Schulträger:
Das St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum betreut als anerkannter freier Träger der Jugendhilfe ca. 300 Personen in unterschiedlichen stationären, teilstationären und ambulanten Wohn- und Betreuungsformen. Es handelt sich um Kinder, Jugendliche und junge Volljährige sowie um Familien bzw. Alleinerziehende mit ihren Kindern im Säuglings- und Kleinkindalter.
Weiterhin unterhält die Einrichtung eine Außenstelle, den „Strüverhof“ in Hamm sowie zwei Förderschulen für emotionale und soziale Entwicklung in Dortmund und Hamm.
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